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Aus der Stadt Südschnellweg: Brücken-Reparaturen haben schon sechs Millionen Euro verschlungen
Hannover Aus der Stadt Südschnellweg: Brücken-Reparaturen haben schon sechs Millionen Euro verschlungen
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00:19 25.02.2019
Das Sperren von zwei Fahrbahnen reichte nicht: Die Südschnellwegbrücke – hier ein Foto aus Mai 2017 – muss auch mithilfe massiver Seilkonstruktionen zusammengehalten werden. Quelle: Irving Villegas
Döhren

In Instandhaltungsmaßnahmen zur Verstärkung der Südschnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße sind von 2015 bis 2017 rund sechs Millionen Euro geflossen. Damit wollen Land und Bund die Befahrbarkeit des Bauwerks bis zum geplanten Abriss im Jahre 2023 gewährleisten. Die jüngste Notreparatur eines im Dezember 2018 festgestellten Ermüdungsbruchs auf der Fahrbahn Richtung Seelhorster Kreuz hat weitere 40.000 Euro gekostet. Diese Zahlen teilte die Verwaltung dem Bezirksrat Döhren-Wülfel auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion mit. Diese hatte darauf hingewiesen, dass die im Januar 2019 notwendigen Reparaturarbeiten und die damit verbundene einseitige Sperrung des Schnellwegs von mehr als einer Woche Dauer sowohl Anwohner wie auch Autofahrer erheblich belastet hatten.

Weitere 360.000 Euro notwendig

Die Verwaltung erklärte, dass bei der jüngsten Notreparatur keine ermüdeten Teile ausgetauscht werden konnten. Zur Vermeidung weiterer Ausfälle in der Übergangskonstruktion habe man deshalb entschieden, die maroden Bauteile beider Übergänge neu fertigen zu lassen und in Zeiten schwächeren Verkehrs komplett auszutauschen. Die Kosten für diesen Austausch werden auf weitere 360.000 Euro geschätzt. Bei der Stadt landen in diesem Zusammenhang aber keine Rechnungen: Die Kosten für die Instandhaltung bis zum geplanten Abbruch der Südschnellwegbrücke werden vollständig vom Bund getragen.

Eine weitere Frage der Grünen fand keinen Widerhall. Sie wollten wissen, ob die Stadt Hannover Möglichkeiten hat, bei der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf eine Beschleunigung des Entscheidungs- und Planungsverfahrens bezüglich eines Neubaus hinzuwirken. Vor Ort wird eindeutig ein Tunnel unter der Hildesheimer Straße hindurch favorisiert, doch die günstigere Alternative eines alternativen Brückenbauwerks ist noch nicht vom Tisch. Die Antwort der Verwaltung in der Bezirksratssitzung war ernüchternd: Die Stadt sehe keine Möglichkeit, die Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Zwar habe sie schon mehrfach darauf hingewiesen, wie wichtig ein solches Bauwerk für Hannover sei, doch die Entscheidungskompetenz für das Bauwerk liege allein beim Land Niedersachsen und beim Bund.

Von MIchael Zgoll

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