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Aus der Stadt Behinderungen am Altenbekener Damm: Stadt beschneidet Baumkronen kranker Platanen
Hannover Aus der Stadt

Südstadt: Behinderungen am Altenbekener Damm in Hannover: Stadt beschneidet Baumkronen

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18:10 24.07.2019
Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün beschneiden die Baumkronen der Platanen. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Am Altenbekener Damm müssen Autofahrer derzeit mit Beeinträchtigungen im Straßenverkehr rechnen. Seit Anfang der Woche sind Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün damit beschäftigt, die dicht bewachsenen Baumkronen der Platanen entlang der Straße zu beschneiden. Aus Sicherheitsgründen und wegen der anschließenden Aufräumarbeiten wird deshalb der Verkehr einspurig an den jeweils betroffenen Arbeitszonen vorbeigeführt. Dadurch bilden sich zu Spitzenzeiten im Berufs- und Feierabendverkehr auch immer wieder Staus.

Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün beschneiden die Baumkronen der Platanen. Quelle: Michael Thomas

Nach Angaben der Stadt handelt es sich am Altenbekener Damm um gewöhnliche Pflegearbeiten. Es ist demnach aus Sicherheitsgründen notwendig, abgestorbenes Geäst – sogenanntes Totholz – regelmäßig zu entfernen, um das unkontrollierte Herabstürzen von Zweigen zu verhindern. Laut Stadtsprecher Dennis Dix wird Totholz derzeit im gesamten Stadtgebiet zurückgeschnitten. „Am Altenbekener Damm ist es wegen des Kronenschlusses über der Fahrbahn aber auffälliger, weil der Verkehr dort zeitweise beeinträchtigt wird“, sagt Dix. Die Arbeiten sollen dort noch bis zum Ende der nächsten Woche andauern.

Bäume leiden unter Trockenheit und Pilzbefall

Hintergrund des Rückschnitts ist nach Angaben der Stadt aber auch ein Pilzbefall vieler Platanen. Diese Bäume seien anfällig für die sogenannte Masariaerkrankung. „Der Befall mit dem Pilz Masaria äußert sich, indem einzelne Äste absterben und entnommen werden müssen. Der Baum bleibt aber erhalten“, betont der Stadtsprecher. Das bedeute aber nicht, dass alle Bäume in der Straße krank seien oder bei einem Pilzbefall gleich jeweils der ganze Baum Schaden nehme.

Im Mai sieht die Stadt noch keine Anzeichen für Pilz

Bereits vor wenigen Wochen jedoch hatten sich Anwohner in der Südstadt über ungewöhnlich viel Laub am Altenbekener Damm gewundert. Die Stadt hatte daraufhin erklärt, dass die mächtigen Bäume vermutlich wegen zu geringer Niederschläge unter Trockenstress leiden würden. Für einen möglichen Pilzbefall gab es nach Angaben der Stadt zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Anzeichen. „Wir hoffen auf ergiebigen Regen und den Johannistrieb Ende Juni, bei dem die Bäume ein zweites Mal austreiben“, teilte Stadtsprecher Dennis Dix mit. Laubfall im Frühjahr sei zunächst einmal nicht besorgniserregend, weil Bäume auf Trockenheit reagierten, indem sie ihre Blattmasse und so die Verdunstungsmasse reduzierten. So lautete die Begründung für die Aufräumarbeiten im Mai.

Auch der Klimawandel setzt den Straßenbäumen zu

Bereits im vergangenen Sommer hatten sich Anwohner um Platanen in Hannover gesorgt. Die Bäume verloren reihenweise ihre Rinde. Auch das hatte teilweise mit dem Wetter zu tun. Erst kürzlich hatte die Stadt mitgeteilt, dass der Klimawandel den Bäumen entlang Hannovers Straßen zusetze.

Von Ingo Rodriguez

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