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Aus der Stadt So war das Konzert von Maite Kelly
Hannover Aus der Stadt So war das Konzert von Maite Kelly
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00:15 03.04.2019
Sie kann Schlager und noch mehr: Maite Kelly singt in der Swiss Life Hall. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Das Bühnengen liegt in der Familie. Als elftes von zwölf Kindern der Kelly-Family stand Maite Kelly schon früh im Rampenlicht, erst als Straßenmusiker, später in Konzerthallen. Sie war – nach dem frühen Tod der Mutter, die an Brustkrebs starb – für das leibliche Wohl der Musikerfamilie verantwortlich (“Ich hab immer für alle Kartoffelsuppe gekocht, und für so viele Menschen musste man ganz schön viele Kartoffeln schälen“), um das seelische Wohl ihrer meist weiblichen Fans kümmert sich die 39-Jährige bis heute.

Schlager, Liebe und ein einfach schöner Abend mit Maite Kelly in der Swiss Life Hall.

In der nicht ganz ausverkauften Swiss Life Hall singt sie am Sonnabendabend vor gut 2500 Zuhörern von Liebe, Herzschmerz, Menschen mit Löwenenherzen (“Du bist der Mensch, der diese Welt mit seinem Mut zusammenhält“) und Situationen, in denen man mal lieber Nein gesagt hätte.

Eine Diva, die über sich selbst lachen kann

Sie generiert sich als Flamenco-Königin, umtanzt von zwei Männern mit nacktem Oberkörper, als Wüstenprinzessin (“Fanta Morgana“), zelebriert aber auch große Gefühle, als sie ein Lied für ihren Vater singt, der die Kelly-Kinder allein durchbringen musste. Maite Kelly kann Schlager, aber die 39-Jährige kann mehr als das. Sie kann Kinderbücher über eine dicke Hummel schreiben, nachdenklich sein, über sich selbst und ihre Pfunde lachen: „Alle erfolgreichen Frauen in der Musikbranche fliegen – Pink, Lady Gaga, Kathy Perry, Helene Fischer, ich kann das auch, auch wenn man bei mir vier und nicht zwei Seile braucht.“ Aber noch besser als fliegende Sängerinnen sei es, die Lieder fliegen zu lassen, sagt Kelly. Und von dem engen schwarzen Rüschenkleid, das irgendwie an eine Torte erinnert, hat sie lieber zwei mitgebracht: „Falls eins reißt.“

Vorher tritt Linda Hesse auf

Die Halberstädter Sängerin Linda Hesse (31), die im Vorprogramm auftritt, hat kaum Chancen gegen Powerfrau Kelly. Aber immerhin hatte auch sie schon einen Hit („Ich bin ja kein Mann“) und kann Stimmung machen, immerhin ist der Applaus freundlich. „Sie kann gut einheizen und ist noch so unverdorben“, sagt ein Zuschauer.

Linda Hesse trat im Vorprogramm auf und bekam freundlichen Applaus. Quelle: Tim Schaarschmidt

Kelly wickelt ihr Publikum, meist Frauen über 30, einige haben ihre Töchter mitgebracht, leicht um den Finger, die Männer sowieso. „Folklore ist nicht verklemmt“, sagt sie, „Folklore ist Leben“, das habe sie in den acht Jahren, die sie als Kind in Spanien gelebt habe, gelernt. Auch wenn Maite Kelly munter drauflos plaudert, ihre Show „Die Liebe siegt sowieso“ ist perfekt durchgeplant, die Band, die Backgroundsänger und die Tänzer sind Profis.

Handyfotos sind streng verboten

Handyfotos sind streng verboten, wer sich trotzdem nicht daran hält, wird vom Sicherheitsdienst ermahnt. Erinnern werden sich die Zuschauer auch ohne digitales Foto an diesen Abend, vielleicht auch nur weil in den Ohren auch nach dem Konzert das Wummern der Bässe einige Zeit noch nachhallt. Der Sound ist oft breiig, viele Lieder verwischen in einem Klangteppich. Richtig gut klingen die ruhigen Stücke.

Seit sich Maite Kelly vor zwei Jahren von ihrem Ehemann getrennt hat, wird in den Boulevardmedien wild spekuliert, wer der neue Mann an der Seite der dreifachen Mutter sein könnte. Vielleicht ist die 39-Jährige deshalb nicht gut auf die Journalisten zu sprechen, mehrmals erwähnt sie „die Presse“, die sie „am Hals“ habe. Dem Gerücht, sie habe eine Affäre mit Florian Silbereisen, der von Helene Fischer getrennt ist, begegnet sie mit Humor: „Wenn er mehr isst, sieht das Tattoo, das er noch von Helene Fischer am Arm trägt, bald mir ähnlich.“ Beim Zunehmen könne sie Silbereisen helfen, schiebt sie noch nach. „Ich koche und esse gern.“

Von Saskia Döhner

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