Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Ein Sommernachtstraum in der Matthiaskirche
Hannover Aus der Stadt

Theatergruppe in Groß-Buchholz: Ein Sommernachtstraum in der Matthiaskirche 

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:19 28.01.2020
Der Esel Bottom und die Elfenkönigin Titania liegen im Blumenbett: Seit dem Sommerferien probt der Spielkreis Theater der Matthiaskirche den „Sommernachtstraum“ – Premiere ist am 21. Februar um 20 Uhr. Quelle: Laura Ebeling
Groß-Buchholz

Den „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare noch einmal in der Matthiaskirche aufzuführen war schon lange der Wunsch von Susanne Frangenberg – es fehlten allein die Darsteller. 1991 war das Stück vom Spielkreis Theater der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde schon einmal in Groß-Buchholz inszeniert worden – damals spielte Frangenberg eine Elfe. „Die Idee hatten wir viele Jahre, jetzt haben wir genügend Schauspieler, um sie umzusetzen“, erklärt Frangenberg, die in diesem Jahr gemeinsam mit Arne Borstelmann die Regie übernommen hat.

20 Schauspieler, inklusive zweier Zweitbesetzungen, wirken mit, der Großteil kommt aus dem Stadtteil. „Das Entscheidende bei dieser Gruppe ist der Zusammenhalt“, meint Borstelmann, der hauptberuflich Lehrer ist und an seiner Schule eine Musicalgruppe betreut. Die Altersspanne im Ensemble ist groß: Das jüngste Mitglied ist 18 Jahre alt, das älteste 89. Viele Mitspieler seien schon seit Jahrzehnten dabei, berichtet Ko-Regisseur Borstelmann.

Möglichst originalgetreu

Im Mai 2019 fiel die Entscheidung für „Ein Sommernachtstraum“, noch vor den Sommerferien wurden die Rollen vergeben, sodass die Teilnehmer in den Ferien Texte lernen konnten. Immer donnerstags trifft sich die Gruppe zum Proben, kurz vor der Aufführung kommen Probenwochenenden hinzu. Das Stück soll ab dem 21. Februar möglichst originalgetreu auf die Bühne kommen. „Die Dichtkunst ist so schön“, betont Borstelmann, der seit 1997 der Theatergruppe angehört. Allerdings musste Shakespeares Text etwas gekürzt werden. „Die Vorführung wird zweieinhalb Stunden inklusive Pause nicht überschreiten“, erklärt Frangenberg.

Elfenkönig Oberon (rechts) mit seinem Diener Puck. Quelle: Laura Ebeling

Viel Eigeninitiative

Doch nicht nur die Schauspieler gehören zum Team der Theatergruppe. „Insgesamt sind in die Produktionen 60 bis 70 Leute mit eingebunden“, sagt Borstelmann. Technik, Verkauf, Kostüm, Bühnenbau oder Maske: Fast alles würde der Spielkreis alleine machen. „Es ist einfach unser Hobby“, sagt Frangenberg mit einem Lächeln.

Theaterbesuch ist gratis

Für ihre Aufführungen – insgesamt sind zwölf Termine geplant – nimmt die Gruppe kein Geld, jeder soll daran teilnehmen können. Insgesamt 200 Personen passen in den Kirchensaal an der Groß-Buchholzer-Straße 8. Die Matthiaskirche in Groß-Buchholz soll dann aber nicht mehr wiederzukennen sein. „Da gestalten wir noch einiges um“, erklärt Erik Bedijs, der für das Bühnenbild zuständig ist. Immer dienstags trifft sich dafür die Gruppe Bühnenbau.

Derzeit ist der Spielkreis noch kräftig in den Vorbereitungen, doch Regisseurin Susanne Frangenberg hat ein Ziel. „Ich möchte diesen Kirchensaal in ein Feenreich verzaubern, sodass jeder, der hier sitzt, anfängt zu träumen.“

„Ein Sommernachtstraum“ feiert am Freitag, 21. Februar, um 20 Uhr Premiere. Weitere Aufführungen in der Matthiaskirche, Groß-Buchholzer-Straße 8, sind am Sonntag, 23. Februar, sowie am 1. und 8. März jeweils um 16 Uhr, am Mittwoch, 26. Februar, sowie am 4. und 11. März jeweils um 20 Uhr, am Freitag, 28. Februar, sowie 6. und 13. März, jeweils um 20 Uhr und am Sonnabend, 29. Februar, sowie am 7. März jeweils um 18.30 Uhr geplant. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird aber gebeten. Der Vorverkauf startet am 30. Januar: Montags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr ist eine Ticketreservierung unter der Telefonnummer (05 11) 96 77 08 17 möglich. Vor und nach dem Stück sowie in der Pause hat das Theatercafé geöffnet, in dem Besucher Café, Kuchen sowie Snacks und Getränke zu günstigen Preisen bekommen. Alle Einnahmen will die Gruppe spenden.

Lesen Sie auch

Von Laura Ebeling

Als eine seiner ersten weitreichenden Amtshandlungen wird Hannovers neuer Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) die Stadtverwaltung neu ordnen. Ein neuer Personaldezernent muss gefunden werden, das Kulturdezernat soll nach Informationen der HAZ gestärkt werden. Die CDU hofft als zweitstärkste Fraktion im Rat, mit einem eigenen Kandidaten in der Führungsriege des Rathauses vertreten zu sein.

29.01.2020

Erst flog der Club der bekennenden Fleischesser aus der Rathauskantine – jetzt wird bekannt, dass bei den Schlemmereien in Hannover jahrelang Stadtmitarbeiter aushalfen – auf privater Basis. Entlohnt wurden sie unter anderem mit Wurstpaketen und Trinkgeld.

28.01.2020

Es war ein überwältigender Abend: Mehr als 3000 Besucher erlebten beim Gedenkkonzert am 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung im Kuppelsaal Hannover ein emotionales Wechselbad. „The Night Holocaust Concert“ präsentierte Gesänge vom Leben und Texte vom Tod.

28.01.2020