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Aus der Stadt Schon 150.000 Euro für Tiny-House-Siedlung gesammelt
Hannover Aus der Stadt

Tiny-House-Siedlung in Hannover: Genossenschaft Ecovillage hat schon 150.000 Euro

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18:38 20.11.2019
Hier soll Europas größte Tiny House-Siedlung entstehen: Auf dem Baufeld oberhalb der Feldbuschwende am Kronsberg sollen bis zu 500 Kleinstwohnungen wachsen. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Es scheint tatsächlich zu klappen mit dem Plan, am Kronsberg Europas größte Siedlung für Kleinstwohnungen zu errichten. Innerhalb eines Monats seit Gründung haben 150 Mitglieder ihre Einlage in die Genossenschaft Ecovillage (übersetzt: Ökodorf) gezahlt, der Mindestbetrag ist 1000 Euro. Für diesen Sonnabend ist jetzt die große Startkonferenz im Freizeitheim Ricklingen geplant. Ab 13 Uhr sind die ersten Stunden als öffentlicher Markt der Möglichkeiten organisiert, dann stellen Arbeitsgruppen ihre Projektergebnisse vor, ab 17 Uhr tagt die Genossenschaft – dort darf nur teilnehmen, wer schon bezahlt hat.

Tiny-Houses und Kleinstwohnungen am Kronsberg

Das Projekt hat anfangs unter dem Schlagwort Tiny-House Furore gemacht, was landläufig das Wohnen in teils aufwendig umgestylten Bauwagen bedeutet. Zwar soll es am Kronsberg auch für diese in Amerika sehr beliebte Wohnform etliche Stellplätze geben. Inzwischen ist aber klar, dass der Großteil der bis zu 500 Kleinstwohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen soll. Über allem steht aber der Versuch, suffizient zu leben, also auf Überflüssiges zu verzichten. Die Appartements sollen klein sein, dafür soll das Gelände viel Fläche für gemeinschaftliches Leben bieten. Die Bewohnerschaft soll sozial gemischt sein und über das Wohnprojekt gemeinsam entscheiden. Wer sich den Genossenschaftsanteil finanziell nicht leisten kann, soll wahrscheinlich andere Möglichkeiten zur Beteiligung erhalten.

Startkonferenz im Freizeitheim Ricklingen

So ging es im Januar los: Bei der Auftaktveranstaltung für das Projekt Ecovillage im Pavillon war der Raum restlos überfüllt. Quelle: Florian Petrow (Archiv)

Eine Anmeldung zur Startkonferenz an diesem Sonnabend, 23. November, im Freizeitheim Ricklingen, Ricklinger Stadtweg 1, ist nicht nötig, die Teilnahme ist kostenlos. Allerdings bitten die Organisatoren um Thomas Köhler vom Verein Transition-Town und Hans Mönninghoff, dem ehemaligen Wirtschaftsdezernenten Hannovers, um eine Kostenbeteiligung über 10 Euro von denen, die es sich leisten können.

Genossenschaft beschließt über Eckpunkte

Auf den bisher nicht bebauten Flächen nördlich der Kronsberg-Ökosiedlung in Hannover-Bemerode soll das Ecovillage-Projekt wachsen. Quelle: Google-Maps

Während der Genossenschaftsversammlung ab 17 Uhr sollen die Eckpunkte der künftigen Projektentwicklung beschlossen werden, etwa der Anteil von geförderten Wohnungen, die Baudichte, der Ökostandard und der Ablauf des Beteiligungsprozesses für die künftigen Bewohner. „Wer will, kann noch am Sonnabend beitreten und so über das Projekt mitentscheiden“, sagt Mönninghoff.

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Von Conrad von Meding

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