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Aus der Stadt Hundehalter kommen mit Geldstrafe davon
Hannover Aus der Stadt Hundehalter kommen mit Geldstrafe davon
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19:11 12.03.2019
Am Ihmeufer gehen viele Hundehalter spazieren, manche missachten die Anleinpflicht.
Am Ihmeufer gehen viele Hundehalter spazieren, manche missachten die Anleinpflicht. Quelle: Foto: Katrin Kutter
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Hannover

Die beiden Hundehalter, deren frei laufende Tiere den tödlichen Sturz eines Radfahrers verursacht haben, kommen mit einer Geldstrafe davon. Das Amtsgericht Hannover hat das Verfahren jetzt für beendet erklärt und die Hauptverhandlung Anfang April abgesagt. Der Grund liegt darin, dass beide Angeklagten ihren Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgenommen haben. Die Hundehalter müssen eine Geldstrafe von jeweils 90 Tagessätzen zahlen.

Leinenzwang am Ihmeufer missachtet

Der Vorfall liegt ein Jahr zurück. Der 34-jährige Mohammed H. und seine 29-jährige Begleiterin Sarah V. gingen damals mit ihren Labrador-Mischlingen am Ihmeufer zwischen der Benno-Ohnesorg-Brücke und Spinnereibrücke spazieren. Die Tiere liefen frei herum, obwohl an diesem Ort das gesamte Jahr über Leinenzwang gilt. Die Hunde haben nach Angaben des Gerichts den Radweg gekreuzt und das Vorderrad eines 65-jährigen Radlers gestreift. Der Mann, der ohne Helm unterwegs war, stürzte und musste mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei Tage später starb der 65-Jährige an einer Hirnblutung.

Die Staatsanwaltschaft warf den Hundehaltern fahrlässige Tötung vor, da der Unfall bei Beachtung der Anleinpflicht vermeidbar gewesen wäre. Gegen den Strafbefehl erhoben beide Angeklagten zunächst Einspruch, den sie jetzt zurückgenommen haben.

Von Andreas Schinkel