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Aus der Stadt Doch kein „Glaspalast“: TuS Vinnhorst muss bei 15-Millionen-Halle sparen
Hannover Aus der Stadt Doch kein „Glaspalast“: TuS Vinnhorst muss bei 15-Millionen-Halle sparen
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00:15 22.02.2019
Beeindruckende Glasfassade, aber zu kostspielig: Die ursprüngliche Planung für das Sportzentrum sah so aus. Quelle: Entwurf: Büro Kiefer und Kiefer
Vinnhorst

Bei Bau seines neuen Sportzentrums muss der Turn- und Sportverein Vinnhorst Abstriche machen. Grund sind die kräftig gestiegenen Preise in der Baubranche. „Diese rasante Kostenentwicklung hatten wir so nicht erwartet. Die Angebote waren immens höher, als die Fachplaner ausgerechnet hatten“, erklärt TuS-Vorsitzender Uwe Jankowski. Der Klub will für rund 15 Millionen Euro auf seinem Gelände in Hannover mit der Adresse Grashöfe einen Neubau mit großer Tribunenhalle sowie Turnzentrum errichten.

Angesichts der Baupreise will der Verein nun auf eine aufwendige verglaste Außenfassade verzichten. Die Fensterfront mit vorgehängter Gitterkonstruktion sollte um das gesamte Gebäude laufen. Auch ein verglaster Verbindungsgang vom Neubau zur alten Halle ist gestrichen. Damit bleibt auch der alte Schießstand des Schützenvereins Vinnhorst erhalten. Er stand dem Gang im Weg und sollte deshalb in einem neuen Anbau unterkommen, der ebenfalls eingespart wird.

Verein musste neuen Bauantrag stellen

„Wir mussten umplanen und einen neuen Bauantrag einreichen“, sagt Jankowski. Vorgesehen ist nun eine vergleichsweise schmucklose Aluminium-Klinker-Fassade mit deutlich weniger Fenstern. Sie sollen von Lamellen verschattet werden. Vergangenen November hatten die Erdarbeiten begonnen, die Baugrube ist mittlerweile ausgehoben, der Baugrund vorbereitet. Der Vereinschef geht davon aus, dass die Baugenehmigung bald eintrifft. „Wir hoffen, dass die Baufirma Mitte März durchstarten kann.“ Ursprünglich war der Baustart für April 2018 geplant.

Nüchterner, sachlicher und vor allem günstiger: Das ist der neue Entwurf für das Sportzentrum des TuS Vinnhorst. Quelle: Büro Kiefer und Kiefer

Ein weiteres Problem ist bisher ungelöst: Der TuS Vinnhorst muss nach bisherigem Stand auch den Ausbau der Zufahrtsstraße zum Gelände finanzieren. Die schmale Straße, die auch zu einem Neubaugebiet führt, hat bisher keine Gehwege. Angesichts des Hallenneubaus rechnet die Stadt jedoch mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs zu Spieltagen. „Wir mussten das Geld für den Straßenausbau vorab hinterlegen, verhandeln aber noch mit der Stadt“, berichtet Jankowski.

Sponsor gibt 15 Millionen Euro 

Der ehrgeizige Hallenneubau wird nur möglich durch einen Sponsor, der zwar bekannt ist, aber nicht genannt werden will. Er stellt 15 Millionen Euro zur Verfügung, will aber, dass dieses Geld tatsächlich in das Gebäude fließt. Der TuS Vinnhorst hat aktuell 800 Mitglieder, davon 457 Erwachsene. Der kleine Verein ist aber umso zielstrebiger. Die Kunstturner, die von Stars wie Alfred Lefebre und Andreas Aguilar trainiert werden, sind in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Die Handball-Herren in der Oberliga stehen vor dem Sprung in die 3. Bundesliga.

Halle soll Bedingungen für Turner und Handballer verbessern

Der Bau des Sportzentrums soll die Bedingungen für die aufstrebenden Sportler weiter verbessern. In dem geplanten Turnzentrum bekommen die Kunstturner einen Trainingsraum mit fest installierten Geräten, die sie nicht mehr nach jedem Training wieder abbauen müssen. Noch mehr Platz nimmt eine Tribünenhalle für gut 700 Zuschauer ein, in der die Handballer des Vereins sich optimal präsentieren können. An den Plänen für die Innenaufteilung hat sich nichts geändert.

Von Bärbel Hilbig

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