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Aus der Stadt Tüftler und Künstler bringen bei der Maker Faire Tausende zum Staunen
Hannover Aus der Stadt

Tüftler und Künstler bringen bei der Maker Faire im Hannover Congress Centrum Tausende von Besuchern zum Staunen

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17:59 18.08.2019
Aaron (l.) und Kjell, beide sieben Jahre alt, testen einen Abstandsroboter. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Wer braucht eine boxende Mülltonne? Einen feuerspeienden Eisenwolf? Oder einen druckluftbetriebenen Schaukelroboter? Gut, brauchen wird diese eigenwilligen Apparaturen sicher niemand, aber es macht einfach Spaß, ihnen zuzuschauen. Und zu schauen gibt es wieder einmal viel auf der diesjährigen Maker Faier, der Messe für Bastler, Tüftler und Menschen mit technisch geprägtem Kunstgeschmack.

1200 Aussteller präsentieren an diesem Wochenende ihre oft schrägen, häufig aber auch nutzbringenden Ideen in mehreren Hallen des Hannover Congress Centrums (HCC) und im angrenzenden Stadtpark. Schon bei der Eröffnung am Sonnabendmorgen bildeten sich vor den Eingängen lange Warteschlangen – auch bei der 7. Auflage der Erfindermesse lassen sich wieder Tausende von Besuchern inspirieren und unterhalten.

Minions im Häkelkostüm, Miniaturfiguren auf Zahnbürsten

Ein Mann im Ledersessel kurvt motorengetrieben durch die Gänge, Minions zeigen sich im Häkelkostüm, und Miniaturfiguren auf Zahnbürsten umrunden einen ovalen Parcours. Die Wunderwuzzis von Alex Sodamin (35), Erkin Bayirli (38) und Jochen Fiedler (54) bewegen sich dank batteriegespeister Unwuchtmotoren vorwärts, die Bürsten folgen dem Tausendfüßlerprinzip. Glubschi, Putzi und Torsten mit den flotten Borsten sind nette Spielzeuge für Kinder – und für Liebhaber dentaler Kunst.

Boxende Mülltonnen und fahrende Zahnbürsten: Die Maker Faire im HCC zeigt technische Innovationen und viele Spielereien. Technikbegeisterte Erwachsene kommen ebenso auf ihre Kosten wie neugierige Kinder und Jugendliche.

Sein selbst entwickeltes Bambusfahrrad stellt Hendrik Karstens (23) aus Hannover zur Schau. „Der dickwandige Rahmen hält bestimmt 20 bis 30 Jahre“, schätzt er. Seine Räder, von denen er auf dem ökologischen Gewerbehof in Linden-Nord schon 23 gebaut hat, kosten ab 900 Euro aufwärts; als Pedelec mit Elektromotor sind um die 2000 Euro fällig. Deutlich günstiger sind die Schokoladentafeln, die ein 3-D-Chocoprinter mit Emblemen und Schriftzügen verziert, die aus dem Computer generiert werden. Wie’s funktioniert, demonstriert der Prager Cheftechniker Norbert Noska an einem HAZ-Logo.

Auch Firmen stellen bei der Maker Faire in Hannover aus

Auf der Maker Faire stellen auch etliche Firmen, Hochschulen, Schulen und Institute aller Art die Ergebnisse ihrer Tüfteleien oder langjährigen Forschungen vor. Regionspräsident Hauke Jagau stattete bei einem Rundgang heimischen Firmen wie Sennheiser oder VSM einen Besuch ab, zeigte aber auch Interesse an Spielereien wie dem R7-Droiden des R2-Builders-Clubs.

In der Dark Gallery sausen kleine Drohnen durch leuchtende LED-Tore, an einer riesigen LED-Wand können die Besucher Retro-Tennis spielen, und nebenan liefern sich Roboter wilde Kämpfe bis zur Selbstvernichtung. Zu den optischen Höhepunkten der Tüftlermesse zählen auch der „Zurück-in-die-Zukunft“-DeLorean von Alexander Günnewig oder der Roboterhai von Frank Barnes, der mit computergesteuerten Flossenschlägen gemächlich seine Bahnen durch das Stadtpark-Becken zieht.

Von Michael Zgoll

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