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Aus der Stadt Sarah Connor verzückt 12000 Fans
Hannover Aus der Stadt

Tui-Arena: Sarah Connor verzückt 12000 Fans

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19:00 31.10.2019
Mit großem Hut und großer Stimme: Sarah Connor in der Tui-Arena. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Mädelsabend heute?“, fragt Sarah Connor in Richtung einer schräg links von ihr stehenden Gruppe. Sie könnte es vermutlich überall in den Saal fragen, es käme Zustimmung aus allen Ecken der ausverkauften Halle, die noch Tui-Arena heißt und demnächst ZAG-Arena. 12000 Fans sind gekommen, ausverkauft ist das Konzert seit Langem. Um eine Sängerin zu sehen und zu hören, die vor einigen Jahren ihrer Karriere einen Neustart verpasst hat – mit deutschen Texten. Kommerziell ein voller Erfolg, nie war die aus Delmenhorst stammende Künstlerin präsenter, nie waren die Hallen voller.

Gefeiert wie eine Heldin

Andererseits muss sich Connor mit ihren Alben „Muttersprache“ und dem neueren „Herz Kraft Werke“ nun auch anders messen lassen. An ihren Texten, denen man nun mehr Beachtung schenkt. Zum Beispiel dem Eröffnungssong, der schon allein wegen seiner Titelzeile „Keiner pisst in mein Revier“ auffällt – jedenfalls im Gesamtwerk dieser Frau. In Hannover singen alle mit, Mädels in der Mehrheit wie gesagt, die Connor von Beginn an wie eine Heldin feiern. Connor macht nun Befindlichkeitspop, wie Rosenstolz, dessen eine Hälfte Peter Plate für Connor mitkomponiert. Sie spendet Trost, ihre Worte suchen Gleichgesinnte, ob es nun um Eifersucht geht, um die Liebe zu ihren Kindern, ob es eine Ode an die Heimatstadt ist.

Einmal holt sie sogar zu einem „Protestsong“ aus, in „Ruiniert“ geht es unter anderem um „AfD-Idioten“, denen sie statt politischen Argumenten eher „Liebe, Liebe, Liebe“ entgegensetzen möchte. Nun ja. Musikalisch ist alles rund, balladig, hymnisch, gefällig, manchmal funky und tanzbar, also absolut mädelsabendtauglich. Connors von Kind an gospelgeschulte Stimme ist nach wie vor beeindruckend, in den Höhen sogar atemberaubend, und wenn Connor jetzt in der Helene-Fischer-Liga spielt und an der omnipräsenten Entertainerin gemessen wird, fährt sie stimmlich schon mal die Punkte ein. In anderer Hinsicht will sie gar nicht mithalten: Man könne die Handys ruhig wegstecken, mahnt sie zu Beginn, „ich zieh mich auch nicht zehnmal um“.

Plaudereien mit Fans, Selfies mit Kindern

Sie hält Wort. Auch jegliche spektakuläre Showeinlage bleibt aus. Die Botschaft: Musik, zwo, drei. Zwischen den Deutschpop klinkt die 39-Jährige immer wieder ein paar Hits der Sechziger, Siebziger, Achtziger, „What a Man“ scheint sie mit links wegzuröhren, und in einer probenraumartigen Session im Kreise ihrer Band werden dann Cindy Lauper und Michael Jackson ziemlich lässig verconnort. „From Sarah with Love“, ein Song aus ihrer ersten Karriere, fängt jazzig an und pumpt dann doch zur Monsterballade auf.

Zwischendurch macht Mutter Sarah Selfies mit Kindern auf der Bühne, plaudert mit dem Publikum und ab und zu ein bisschen vor sich hin, sie fühlt sich wohl in der ihr so wohlgesonnenen Menge. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal auf einer so großen Bühne stehen würde“, sagt sie, und es klingt ehrlich und glaubhafter als viele ihrer Liedzeilen. Hintenraus darf dann die Band noch mal zeigen, was sie kann, für „Flugzeuge aus Papier“ wird es mucksmäuschenstill in der Halle, und „Vincent“, ihr vielbeachteter Hit vom jüngsten Album, kommt natürlich auch. Nach zweieinhalb Stunden verlassen viele glückliche Mädels und auch einige Männer die Halle.

Mit Hut und Herz: Eindrücke der ausverkauften Sarah-Connors-Show in Hannover.

Von Uwe Janssen

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