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Aus der Stadt 10.000 Murmeln rollen zum Weltrekord
Hannover Aus der Stadt 10.000 Murmeln rollen zum Weltrekord
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00:15 02.03.2015
Sie rollen durch Fantasiewelten: Ortwin Grüttner baut nicht einfach Murmelbahnen – er baut kreative Kunstwerke. Quelle: Treblin
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Hannover

Unter tosendem Lärm rauschen 10.000 Murmeln über die Bahn. Der Weg führt über ein Fußballfeld, an einer Straßenszene vorbei und durch ein Glockenspiel, er ist 25 Meter lang. Sieben Minuten dauert das Spektakel. Danach ist Ortwin Grüttner erleichtert: Sein Weltrekordversuch, die meisten Murmeln in der Geschichte des Murmelspielens zeitgleich auf einer Bahn in Bewegung zu haben, ist geglückt.

Ortwin Grüttner baut nicht einfach Murmelbahnen. Er kreiert mechanische Meisterwerke. Am meisten gefalle ihm immer das neueste Modell, sagt Grüttner. Aber besonders stolz ist er auf den Murmelspieler. Dabei handelt es sich zwar um eine der kleineren Bahnen im „Murmiland“, aber um eine mit besonders vielen Feinheiten.

Seit 25 Jahren stellt der Maschinenbauingenieur Murmelbahnen in seiner „mobilen Mitspielausstellung“ aus, die er „Murmiland“ getauft hat. Die 50 schönsten präsentiert er jetzt in einer Sonderausstellung im Freizeitheim Ricklingen. Angefangen hat seine Passion aber schon viel früher. „Zu ihrem vierten Geburtstag bekam meine kleine Schwester eine Tüte voll Murmeln und einen dazugehörigen Baukasten geschenkt. Seitdem bin ich dabei“, sagte der.

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Ortwin Grüttner baut nicht einfach Murmelbahnen. Er kreiert mechanische Meisterwerke. Am meisten gefalle ihm immer das neueste Modell, sagt Grüttner. Aber besonders stolz ist er auf den Murmelspieler. Dabei handelt es sich zwar um eine der kleineren Bahnen im „Murmiland“, aber um eine mit besonders vielen Feinheiten. Eine Figur sitzt im Sessel inmitten einer Bibliothek. Durch Kurbeln werden Beine und Arme des Männchens in Bewegung gesetzt und die Murmeln über die Bücherreihen gerollt.

Güttner hat viele emsige Helfer

30 Stunden tüftelt Ortwin Grüttner pro Woche an seinem Hobby. Da muss der Beruf schon mal hintanstehen. Da hilft es, dass er in seinem Job nur 25 Wochenstunden arbeitet.

Grüttner hat viele Unterstützer, mehr als 40 Helfer waren es in den vergangenen 25 Jahren. Die jüngsten im „Murmiland“-Team sind Fabio, Josi, Jannes und Thore. Die Sechst- und Zweitklässler wohnen in der Nachbarschaft des Murmelbahnbauers und haben in den vergangenen fünf Monaten kräftig am Rekordprojekt mitgearbeitet. Mit einer Stichsäge haben sie zahllose Details ausgesägt und hinterher bemalt. „Die ,Murmis‘ haben wir gemacht“, sagt Fabio stolz. „Murmis“ sind kleine Murmel-Männchen, die Ortwin Grüttner schon vor 25 Jahren erfunden hat. Sie sind die Bewohner des „Murmilandes“, die in jeder der ausgestellten Fantasiewelten Abenteuer erleben. Mal kämpfen sie gegen Drachen, mal landen sie im Gefängnis. Bei der Weltrekordbahn stehen sie unter anderem im Fußballtor.

Wie die nächste Bahn aussieht, will Grüttner noch nicht verraten. „Beim Bauen kommen mir immer schon die nächsten tausend Ideen“, sagt er. Es geht also immer weiter. Wie bei der 25-Meter-Bahn, in die die ersten Kinder jetzt schon wieder oben die Murmeln nachfüllen.

Bis zum 12. März ist die „Sonderausstellung 25 Jahre Murmiland“ im Freizeitheim Ricklingen zu sehen. Sie ist montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Kinder bis 14 Jahre 3 Euro, für Erwachsene 5 Euro. Familien zahlen nur 10 Euro.

Von Niklas Kleinwächter

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