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Aus der Stadt 10.000 Schüler bei der „Langen Nacht der Berufe“
Hannover Aus der Stadt 10.000 Schüler bei der „Langen Nacht der Berufe“
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22:59 16.09.2011
Von Juliane Kaune
Zielgerichtet: Hayar will Augenoptikerin werden – Ausbilder Martin Waschkies freut es. Quelle: Kris Finn
Hannover

Wenn jemand abfällig über Müllwerker redet, kann Bastian Heinsohn richtig wütend werden. Sein Vater arbeitet beim Abfallwirtschaftsbetrieb aha, und seit Bastian dort ein Praktikum gemacht hat, weiß er, wie anstrengend es ist, die schweren Säcke in die Müllwagen zu heben. Inzwischen ist der 19-Jährige selbst bei aha angestellt – im dritten Lehrjahr lässt er sich zum Kraftfahrzeugmechatroniker ausbilden. Peer Manthey lernt den Beruf des Kraftfahrers, Mike Larsen will Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft werden. Am Freitag waren die drei jungen Männer für ihren Arbeitgeber anderweitig im Einsatz: Bei der „Langen Nacht der Berufe“ informierten sie und ihre Ausbilder über die Berufsperspektiven bei dem kommunalen Entsorger.

Zum fünften Mal hatten Stadt und Region Hannover mit der Arbeitsagentur zu der Messe eingeladen, bei der Schüler an sechs Standorten Ausbildungsberufe und Studiengänge kennenlernen können. So bot etwa das Freiwilligenzentrum in der City eine Beratung für Bewerbungsmappen an. Zentrale Anlaufstelle war das Neue Rathaus, wo sich gut 100 Firmen, Bildungsträger und Hochschulen vorstellten. Von dort fuhr ein Shuttlebus zur Arbeitsagentur in der Brühlstraße. Bis zum Veranstaltungsende um 22 Uhr waren weit mehr als 10.000 Gäste gekommen.

Die 16-jährige Realschülerin Hayat suchte den Stand der Fachakademie Augenoptik auf. Sie will Optikerin werden: „Das ist ein vielseitiger Beruf, man lernt ein Handwerk, aber auch etwas Medizinisches.“ Über Nachwuchsmangel könne sich das Gewerbe nicht beklagen, sagt Ausbilder Martin Waschkies. Anders ist das in der Branche, in der Jost Presuhn arbeitet. In fünfter Generation führt der Dachdeckermeister einen Betrieb in Wunstorf, und er wünscht sich, dass mehr junge Leute sich für den Beruf interessieren. „Man muss kreativ sein, ist immer an der frischen Luft und sieht am Ende des Tages, was mal volbracht hat“, wirbt er in eigener Sache.

Nachdem am Donnerstagabend in Linden-Süd erneut in einem Kellerverschlag ein Feuer ausgebrochen ist, geht die Polizei nun fest davon aus, dass ein Brandstifter die Brände gelegt hat. Die Anwohner reagierten am Freitag entsetzt auf die Nachricht – und besorgt.

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