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Aus der Stadt 1000 Camper bei Musikfestival erwartet
Hannover Aus der Stadt 1000 Camper bei Musikfestival erwartet
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19:58 10.08.2012
Von Heike Schmidt
Im vergangenen Jahr kamen 15.000 Besucher zum BootBooHook-Musikfestival. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Das Musikfestival, das das Kulturzentrum Faust, das Spandau-Projekt und das Musiklabel Tapete organisieren, wird erstmals nicht auf dem Faust-Gelände in Linden, sondern im Kronsbergpark beim Expo-Wal stattfinden. Die 55 Euro teuren Karten beinhalten die Campinggenehmigung, freie Fahrt mit der Üstra sowie den Eintritt an allen drei Tagen, „Bis zu 1500 Zelte können wir dort aufbauen lassen“, erklärt Chadde.

Im vergangenen Jahr kamen 15.000 Besucher zum BootBooHook-Festival. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit ebenso vielen Gästen. Am neuen Standort darf nicht nur länger gespielt werden – bis vier Uhr –, es wird zudem mehr Musik geboten. Waren es im Vorjahr 32 Acts, wird es in diesem Jahr mehr als 40 Auftritte von Bands geben.

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Doch nicht nur im Bereich Festival geht es mit dem Lindener Kulturzentrum bergauf: Anderthalb Jahre nach Beendigung der Insolvenz plant Faust mehr Konzerte, neue Partys, Projekte und einige Umbauten. Die Besucherzahlen stiegen kontinuierlich: 2009 kamen 136.220, 2010 rund 159.150 und im vergangenen Jahr 208.880 Menschen in die ehemalige Bettfedernfabrik. Außerdem präsentierte das Team seinen neuen Geschäftsführer, der seit zehn Tagen im Amt ist: Uwe Meyer hat zuvor als Rechtsanwalt und Bilanzbuchhalter gearbeitet. Er wird dem Faust-Team vorstehen.

Konzerte in der Sechziger-Jahre-Halle: Von Oktober an stehen mehr als 40 Konzerte auf dem Programm. „Eine solche Dichte hatten wir in den vergangenen sechs Jahren nicht“, sagt Benni Stolte vom Booking-Team. Mit dabei sind Bands wie Keimzeit, Slime, The Computers oder The Busters.

Partys: Während am 21. September nach fünf Jahren die letzte „Maximal“-Party steigen wird, haben sich die Veranstalter von Oktober an auch Konzepte für neue Feiern überlegt. So ist beispielsweise eine „This is Linden“-Partyreihe geplant, bei der auch kleinere Bars aus Linden mitmischen sollen. Start soll im Oktober sein. Wann welche Party gefeiert wird, steht allerdings noch nicht fest.

Projekte: Ein Beispiel für ein neues Projekt ist „Wir in der Kochstraße“, das schon, bevor es angelaufen ist, einen namhaften Förderer gefunden hat. Die Stiftung Niedersachsen unterstützt die Initiative im Rahmen des Programms „soziok – Zukunft gestalten mit Soziokultur“ mit 20.000 Euro. Ziel ist es, gemeinsam mit Bewohnern der Kochstraße die Geschichte ihrer Straße aufzuarbeiten und mit künstlerischen Mitteln darzustellen. So soll auch ein kleines Theaterstück entstehen. Im September soll es los gehen.

Umbau: Da die Insolvenz nun überstanden ist, hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Geld für Umbauten freigegeben. Vom Land erhält Faust 87.000 Euro, von der Faust Stiftung 25.000 Euro und vom Bezirksrat 3000 Euro. Davon sollen die Toilettenanlagen in der Warenannahme sowie in der Sechziger-Jahre-Halle saniert werden. Außerdem werden die Fluchtwege überholt. In der Halle sollen zudem im hinteren Bereich Podeste gebaut werden, sodass sich der Blick auf die Bühne verbessert.

Stefan Arndt 10.08.2012
11.08.2012
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