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Aus der Stadt 105-mal krachte es am Deister-Kreisel in Linden
Hannover Aus der Stadt 105-mal krachte es am Deister-Kreisel in Linden
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23:17 09.03.2010
Unfallschwerpunkt Kreisel: Am Deisterplatz kam es im vergangenen Jahr zu 105 Zusammenstößen. Insgesamt stieg die Zahl der Unfälle in der Region auf rund 31 500. Dennoch gab es weniger Verkehrstote und Schwerverletzte zu beklagen.
Unfallschwerpunkt Kreisel: Am Deisterplatz kam es im vergangenen Jahr zu 105 Zusammenstößen. Insgesamt stieg die Zahl der Unfälle in der Region auf rund 31 500. Dennoch gab es weniger Verkehrstote und Schwerverletzte zu beklagen. Quelle: Elsner
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Damit stieg die Gesamtzahl zwar um rund 450 Fälle, die Zahl der Schwerverletzten und Verkehrstoten hingegen sank: 48 Menschen verloren im vergangenen Jahr ihr Leben auf den Straßen der Region.

„Das ist die niedrigste Zahl seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik vor 60 Jahren“, sagte Langer. Im Jahr 1999 habe die Polizeidirektion Hannover 102 Verkehrstote zu beklagen gehabt. „Niemals hätten wir damals gedacht, dass wir heute diese so viel besseren Zahlen präsentieren könnten“, sagte Langer. Insgesamt 633 Personen wurden bei Unfällen schwer verletzt, das sind 38 weniger als im Vorjahr. In den vergangen zehn Jahren ist die Gesamtzahl der Schwerverletzten und Verkehrstoten somit von 1110 auf 681 zurückgegangen – und damit erheblich geschrumpft.

Die häufigsten Unfallursachen waren auch im vergangenen Jahr die Missachtung der Vorfahrt, überhöhte Geschwindigkeit, mangelnder Sicherheitsabstand oder Trunkenheit am Steuer. In 1030 Fällen führte das Fehlverhalten von Radfahrern zu Kollisionen. Der größte Unfallschwerpunkt im Stadtgebiet sind weiterhin die Kreisel. So krachte es am Ricklinger Kreisel im Verlauf des Jahres immerhin 114-mal. Am Deisterplatz-Kreisel kam es zu 105 Unfällen, am Königsworther Platz nahmen die Beamten 79 Zusammenstöße auf. Zu Dutzenden Unfällen kam es außerdem am Klagesmarkt-Kreisel und am Seelhorster Kreuz.

Als besonders bemerkenswert bewertet die Polizeidirektion den Rückgang der Unfallzahlen auf dem hannoverschen Abschnitt der A 2. Die Strecke gilt selbst im bundesweiten Vergleich als ausgesprochen gefährlich. Seit Jahren versucht die Polizei, die Unfallzahlen mithilfe von Geschwindigkeitsvorgaben und strikten Kontrollen in den Griff zu bekommen. Nun sank die Zahl der Unfälle von 3084 im Jahr 2007 auf 1882. Auch die Lastwagenunfälle gingen von 925 auf 798 zurück. Insgesamt wurden 231 Personen verletzt – im Jahr 2007 hatte es auf der A 2 noch 367 Verletzte gegeben. „Sicherlich hat diese Entwicklung mit dem Wegfall einiger gefährlicher Baustellen zu tun, an denen es in den vergangenen Jahren immer wieder gekracht hat“, sagte der Leitende Polizeidirektor Lindenau. Wegen der Wirtschaftskrise seien zudem weniger Lastwagen auf der viel befahrenen Strecke unterwegs.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung auf Hannovers Straßen will die Polizeidirektion beim Thema Verkehrssicherheit nicht nachlassen. In den kommenden Monaten wollen die Beamten unter anderem zahlreiche Kontrollen durchführen.

Auf der A 2 setzt die Polizei unterdessen auf modernste Technik. Auf dem westlichen Streckenabschnitt sollen bis zum Herbst neue Anzeigetafeln installiert werden. Nach Willen der Polizei sollen sie mit Geschwindigkeitsmessgeräten ausgestattet werden. „Dann zeigen die Tafeln das vorgegebene Tempo an, und wir können im gleichen Augenblick überprüfen, ob der Autofahrer es auch einhält“, sagte Lindenau.

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