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Aus der Stadt 150 Kontrolleure machen es den Rasern schwer
Hannover Aus der Stadt 150 Kontrolleure machen es den Rasern schwer
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21:38 04.06.2013
Von Tobias Morchner
Bischofsholer Damm: Eine Polizistin belehrt einen Raser beim 2. Blitzmarathon. Quelle: Herzog
Hannover

Doch bereits jetzt ist die Aktion, an der sich neben Niedersachsen auch Nordrhein-Westfalen und Bayern beteiligt haben, als Erfolg zu werten. Denn die meisten Autofahrer bewegten ihre Fahrzeuge behutsam durch die Straßen und hielten sich in aller Regel an die vorgeschriebenen Tempolimits. „Ich würde mich freuen, wenn durch die angepasste Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer an diesem Tag die Zahl der Unfälle merklich zurückgehen würde“, sagte Peter Trinks, Verkehrsexperte der Polizei.

Genau 107 Kontrollstellen, etwa die Hälfte davon in der Stadt, die andere Hälfte in der Region, richtete, die Behörde nacheinander im Verlauf des 24-Stunden-„Blitzmarathons“ ein. Am Nachmittag nahmen Beamte der Polizeiinspektion Süd beispielsweise am Bischofsholer Damm im Stadtteil Bult Geschwindigkeitsmessungen vor. Dabei hatten die Polizisten Glück. Gegen 15 Uhr zogen sie einen Ford-Kombi aus dem Verkehr. Der Fahrer des Wagens hatte die zulässige Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde an der Stelle überschritten. Außerdem befanden sich in dem Wagen statt der zugelassenen fünf Insassen sechs Personen. Da die Beamten die Echtheit der Papiere, die die aus Rumänien stammenden vier Männer und zwei Frauen bei sich hatten, anzweifelten, mussten die sechs ihren Wagen stehen lassen und die Beamten auf die Wache begleiten. „Es besteht auch der Verdacht, dass sie an Einbrüchen beteiligt gewesen sein könnten“, sagte ein Beamter. Das Verwarngeld für die Geschwindigkeitsübertretung zahlten sie an Ort und Stelle.

Doch nicht nur diejenigen, die an diesem Nachmittag zu schnell unterwegs waren, wurden von den Polizisten vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Auch Rollerfahrerin Jessica geriet in die Kontrolle. „Ich bin im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle überprüft worden“, sagte die Studentin. Sie glaubt nicht, dass Aktionen wie der „Blitzmarathon“ die Verkehrssicherheit auf den Straßen verbessern. „Die Leute wissen darüber Bescheid, fahren einen Tag lang ordentlich, und dann rasen sie weiter“, meinte die 23-Jährige.

Auch Autofahrer Sagros Tagarani wurde von den Beamten am Bischofsholer Damm überprüft. Doch bei ihm war alles in Ordnung. „Die Kontrollen bringen nur was, wenn sie vorher nicht angekündigt werden“, sagte der Einzelhandelskaufmann.

Unabhängig von der Beteiligung an dem länderübergreifenden „Blitzmarathon“ hat die Polizeidirektion für dieses Jahr weitere Großkontrollen geplant – einige davon werden nicht vorher öffentlich angekündigt. So wollen die Verkehrsexperten den Rasern Einhalt gebieten. „Zu hohe Geschwindigkeit ist die Unfallursache Nummer eins“, sagte Verkehrsexperte Peter Trinks.

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