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Aus der Stadt 1500 Euro für Hinweise zum Hundehasser
Hannover Aus der Stadt 1500 Euro für Hinweise zum Hundehasser
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19:08 30.01.2015
Von Jörn Kießler
Foto: Am Bertha-von-Suttner-Platz wurden vergiftete und mit Schrauben gespickte Köder ausgelegt.
Foto: Am Bertha-von-Suttner-Platz wurden vergiftete und mit Schrauben gespickte Köder ausgelegt. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Hannover

Dreieinhalb Wochen nachdem ein Unbekannter vergiftete und mit Metall gespickte Hundeköder in der Südstadt auslegte, hat eine Privatperson aus Hannover die Belohnung für sachdienliche Hinweise auf den Täter erhöht. Die Frau, die gerne anonym bleiben will, möchte Zeugen, die den entscheidenden Tipp zur Ergreifung des oder der Hundehasser geben, 1000 Euro zahlen. Damit sind nun insgesamt 1500 Euro Belohnung ausgeschrieben. Bereits kurz nach der Tat hatte die Tierschutzorganisation Peta 500 Euro ausgelobt.

In der Nacht zum 6. Januar hatten der oder die Täter mehr als 120 der gefährlichen Köder am Bertha-von-Suttner-Platz verteilt. Auf den Grünflächen und in den Blumenbeeten auf beiden Seiten der Stresemannallee lagen Wurststücke, in die der Hundehasser Schrauben und Nägel gesteckt hatte. Zudem fanden Mitarbeiter der Stadt dort Brotstücke, die mit Rattengift präpariert waren. Eine Anwohnerin hatte die Köder beim Gassigehen mit ihrem Hund am frühen Morgen entdeckt und daraufhin die Polizei alarmiert. Dennoch fraßen insgesamt vier Tiere die gefährlichen Lockmittel.

Mit Gift und Schrauben waren die Köder gespickt.

„Diese ganze Aktion war so hinterhältig, dass ich unbedingt will, dass der Verantwortliche gefasst wird“, sagt die Frau, die die Belohnung ausgesetzt hat. Auch bei der Polizei hofft man, dass die Ermittlungen nun wieder Fahrt aufnehmen. „Bisher haben wir gerade einmal vier Hinweise bekommen, die aber alle in eine Sackgasse geführt haben“, sagt Polizeikommissarin Constanze Gödicke, die den Fall bearbeitet. „Viele Menschen, die etwas Auffälliges beobachtet haben, denken oft, dass die Polizei das schon wüsste oder es nicht von Bedeutung sei.“ Hilfreich sei aber jeder noch so kleine Hinweis.

Zeugen, die Hinweise zu der Tat in der Nacht zum 6. Januar geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 32 17 zu melden.

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