18 Stunden Verkehrskontrolle am Donnerstag
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Aus der Stadt Heute wird geblitzt!
Hannover Aus der Stadt Heute wird geblitzt!
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14:56 16.04.2015
80 Mitarbeiter von Polizei und Kommunen kontrollieren das Tempo von Autofahrern.
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Hannover

Mit der mittlerweile dritten Teilnahme an der deutschlandweiten Kontrollaktion soll die Zahl der schweren Verkehrsunfälle verringert werden, bei denen immer wieder Menschen schwer verletzt oder sogar getötet werden.

Allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover war die Zahl der Verkehrstoten von 2013 auf 2014 drastisch gestiegen. Im vergangenen Jahr verloren 64 Personen bei Unfällen im Straßenverkehr ihr Leben. Im Jahr zuvor waren es noch 39. Aktuell deutet alles darauf hin, dass sich der negative Trend in diesem Jahr fortsetzt. „Im ersten Quartal starben bereits 19 Menschen im Straßenverkehr“, sagt Polizeisprecherin Jenny Mitschke. Im gleichen Zeitraum 2014 waren es nur 14.

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Bei dem Blitzermarathon geht es nach Aussage von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) darum, „dass wir langfristig weniger Unfälle durch zu hohes Tempo zählen“. Darüber, ob dieses Ziel durch die heute durchgeführten Verkehrskontrollen erreicht werden kann, herrscht jedoch Uneinigkeit. Erst Mitte März hatten CDU, FDP und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Abschaffung der landes- oder bundesweiten Geschwindigkeitskontrollen gefordert. „Der Effekt ist gleich null“, sagte damals der niedersächsische GdP-Chef Dietmar Schilff „Man sieht, dass Menschen an der Kontrolle vorbeifahren und sofort wieder schneller werden.“

Kurz darauf kündigte auch der hannoversche Polizeipräsident Volker Kluwe an, dass die Polizeidirektion keinen eigenen Blitzermarathon mehr organisieren wolle. Die Maßnahme binde zu viele Kräfte, sagte Kluwe damals. Vielmehr seien für das aktuelle Jahr mehrere einwöchige Schwerpunktkontrollen zu spezifischen Themen geplant. Außer Tempoverstößen sollen die Beamten dann unter anderem Autofahrer kontrollieren, die beispielsweise durch die Benutzung ihres Handys am Steuer abgelenkt werden, oder Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten.

Ob solche Aktionen mehr Erfolg haben als ein Blitzermarathon, sehen Verkehrspsychologen zwar auch kritisch. „Durch die Aktionen wird aber die große Masse der Verkehrsteilnehmer angesprochen und sensibilisiert“, sagt der hannoversche Verkehrspsychologe Wolfgang Thielke.     

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