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Aus der Stadt 19 Prozent der Hannoveraner sind von Armut bedroht
Hannover Aus der Stadt 19 Prozent der Hannoveraner sind von Armut bedroht
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08:14 18.10.2011
Von Veronika Thomas
In Hannover droht 19 Prozent der Bevölkerung Armut. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Als armutsgefährdet gelten Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren monatlichen Nettoeinkommens auskommen müssen – zurzeit 812 Euro. Die Quote der Armutsgefährdung lag 2010 landesweit bei 14,5 Prozent, 0,1 Prozentpunkte niedriger als 2009.

Eine Kunstausstellung im SofaLoft in der Südstadt mit dem Namen „meet!2011“, die am Montag eröffnet wurde, setzt sich mit dem Thema Armut und Ausgrenzung auseinander. Kann man Armut und Kunst überhaupt miteinander verbinden? „Natürlich, es geht um Menschen und um den Versuch, Menschen mithilfe der Kunst zu erreichen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen“, sagte Christian Sundermann, Präsident des Diakonischen Werks der Landeskirche.

„Armut bedeutet einen Mangel an Teilhabe, aber auch Ausgrenzung“, sagte LAK-Sprecher Fischer und erzählte von betroffenen Eltern, die es als besonders bedrückend empfänden, wenn deren Kinder zu Geburtstagen ihrer Freude eingeladen würden, selbst aber keine Gegeneinladung aussprechen könnten – weil sie kein Geld hätten und sich für ihre engen, schlichten Wohnungen schämten.

Die rund 40 Künstler nähern sich dem Thema Armut mit ihrer Ausstellung „Nahrung, Kleidung, Obdach“ erfrischend böse und hintersinnig. Der Holländer Hans Runge etwa hat aus einem Lastenfahrrad ein „Wohnmobil“ inklusive Schlafbox gebaut. Die hannoversche Initiative „Schuppen 68“ stellt einen festlich gedeckten Tisch neben die Tagesration eines Hartz-IV-Empfängers, und die Japanerin Kanae Kimura verkauft wunderschöne Origami-Blumen aus Zeitungspapier mit Berichten über die Reaktorkatastrophe in Fukushima zugunsten der Obdachlosen ihres Heimatlandes.

Die Ausstellung im SofaLoft, Jordanstraße 26, ist bis zum 5. November wochentags von 10 bis 19 Uhr, sonnabends von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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