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Aus der Stadt 20 Prozent weniger Besucher im Zoo
Hannover Aus der Stadt 20 Prozent weniger Besucher im Zoo
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06:15 27.06.2012
Von Juliane Kaune
Problembär: Wegen Rostschäden an ihrem Domizil in der Polarlandschaft Yukon Bay waren die beliebten Eisbären zeitweise nicht zu sehen. Quelle: Herzog
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Hannover

Kalkuliert hatte die Geschäftsführung des Tierparks mit 1,55 Millionen Besuchern.Ob die Lücke bis zum Jahresende ausgeglichen werden kann, ist ungewiss. Für das laufende Jahr waren die Besucherzahlen im Wirtschaftsplan im Vergleich zum Vorjahr vorsorglich bereits um rund 50.000 Gäste nach unten korrigiert worden – 2011 kamen 1,619 Millionen Gäste. „Das war ein Ausnahmejahr“, sagt Feike. Einen derartigen Besucheransturm habe der Tierpark seit seinem Bestehen nicht erlebt.

Ein Grund für die schlechte Bilanz sind die baulichen Probleme wegen Rostschäden, die Anfang März rund um die Polarlandschaft „Yukon Bay“ aufgetaucht waren. Zahlreiche Baustellen hatten die Vorbereitungen für den eigentlich am 24. März avisierten Saisonstart der größten und teuersten Zoo-Attraktion behindert.

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Eisbären und Robben mussten vorübergehend aus ihrem Domizil ausquartiert werden, es galten reduzierte Eintrittspreise. Erst am 6. April, mit zwei Wochen Verspätung, habe die Saison offiziell eröffnet werden können, sagt Feike. Immerhin ist in dieser Saison die „Yukon Bay“-Belegschaft erstmals seit Langem wieder komplett, weil auch die Pinguine nach mehr als einem Jahr Zwangsaufenthalt in ihrer alten Anlage wieder an Bord sind.

Gleichwohl fehle dieses Jahr eine große Neuerung, gibt Feike zu. Mit verschiedenen Sonderaktionen wolle man gegensteuern. Mehr noch als die Probleme bei „Yukon Bay“ sei das schlechte Wetter für die Besucherflaute verantwortlich, sagt Feike. Die Zahl der Gäste in den Osterferien, die turnusmäßig den ersten starken Besucheransturm der Saison bringen, blieb in diesem Jahr deutlich hinter den Erwartungen zurück: 50 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr kamen an die Kassen.

Laut Feike lag das daran, dass die Osterferien deutlich früher begannen als im Vorjahr – und die Temperaturen entsprechend kühler ausfielen. Unterm Strich sei die gesamte bisherige Wetterlage eine große Enttäuschung für den Zoo. „Uns fehlen spürbar auch die Familien, die sonst von weiter her anreisen.“

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