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Aus der Stadt Internationale Schule: „Wir bilden Weltbürger“
Hannover Aus der Stadt Internationale Schule: „Wir bilden Weltbürger“
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06:16 16.05.2017
Von Saskia Döhner
Tablets ab Klasse 5: Schüler an der Internationalen Schule. Foto: Dillenberg Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

Was als Nachfolgerin für die britische Armeeschule von Unternehmen und der Industrie- und Handelskammer initiiert wurde, ist heute ein wichtiger Standort in der Schullandschaft Hannover: Die Internationale Schule feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Vorläufer war eine englischsprachige Klasse an der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Grundschule in Kleefeld, 1996 begann dann der offizielle Lehrbetrieb in der Wallmodenstraße - mit 72 Schülern aus 20 Ländern, die von neun Lehrern unterrichtet wurden.

„Seitdem geht es stetig bergauf“, sagt der technische Leiter Arek Warchala, der die Schule seit ihren Anfängen kennt. 2001 zog man von Kleefeld in die Bruchmeisterallee an den Maschsee in das ehemalige Ratsgymnasium, das mit dem Kaiser-Wilhelm-Gymnasium zusammengelegt wurde. Heute besuchen die mehr als 600 Schüler aus 60 unterschiedlichen Nationen vom Kindergarten bis zur Oberstufe die Internationale Schule, die Zahl der Lehrer hat sich fast verzehnfacht und liegt bei 86. Unterrichtssprache ist Englisch.

„Alle sind nett hier“, sagt Fünftklässlerin Maxi (10), „wir haben Mitschüler aus der ganzen Welt, zum Beispiel aus Indien oder Brasilien.“ Klassenkamerad Karl (11) findet es gut, dass „man nicht nur auf Papier schreibt, sondern auch Tablets benutzt im Unterricht“. Francisca, die aus Portugal stammt, sagt, die Lehrer seien nicht so streng. Jon (11) kam aus dem US-amerikanischen Michigan nach Hannover und schätzt vor allem den pädagogischen Ansatz: „Wir schreiben nicht so viele Tests und haben mehr Chancen, kreativ zu sein.“ Murilo drückt das so aus: „Man macht Sachen, in denen man gut ist, man wird nicht frustriert.“ Etwa zwei von drei Schülern kommen aus dem Ausland, aus den USA, England, Japan und Saudi-Arabien. Oft arbeiten ihre Eltern bei internationalen Konzernen. „Wir wollen den Kindern, die in ein neues Land kommen, nahtlose Übergänge garantieren, wenn jemand den Job wechselt, wird es immer wichtiger, dass sich auch die Familie in der neuen Heimat wohlfühlt“, sagt Geschäftsführer Stephan Handwerker. Die Internationale Schule ist Mitglied des Netzwerkes der International-Baccalaureate-Schulen (IB-Schulen), die nach einem gemeinsamen Lehrplan unterrichten. „Wir sind anders als das staatliche Schulwesen“, betont Warchala. Ganztagsschule sei man schon von Anfang an gewesen: „Bei uns fällt keine Stunde aus. Dass Kinder schon um 11.20 Uhr wieder zu Hause sind, gibt es nicht.“

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