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Aus der Stadt Feuerwehrleute fordern Weihnachtsgeld
Hannover Aus der Stadt Feuerwehrleute fordern Weihnachtsgeld
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19:08 14.12.2017
Ein historisches Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Hannover sorgte bei der Demo für einen Hingucker.
Ein historisches Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Hannover sorgte bei der Demo für einen Hingucker. Quelle: dpa
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Hannover

 Rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Rettungsdienste aus ganz Niedersachsen haben am Donnerstagvormittag in der Innenstadt für die Einführung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes demonstriert. Von der Goseriede aus zogen sie durch die City, verschafften sich mit Trommeln, Trillerpfeifen und Martinshörnern Gehör. „Sicherheit und Schutz – das ist nicht umsonst zu haben“, stand auf einem Spruchband am Anfang des Zuges.

Mit einer 24-Stunden-Demo wollen die Landesfachgruppe der Feuerwehr in Niedersachsen und Bremen und die Gewerkschaft verdi für ihr Weihnachtsgeld demonstrieren.

Schließlich zogen die Demonstranten vor den Landtag. Auf dem Platz der Göttinger Sieben warteten sie auf Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Ihm wollten sie eine Liste mit rund 3000 Unterschriften übergeben, die die Feuerwehrleute zuvor für die Einführung der Sonderzahlungen gesammelt hatten. Zudem hatten sie für den neuen Ressortchef einen Tannenbaum als Geschenk dabei. „2005 hat ein schwarzer Finanzminister das Urlaubs- und Weihnachtsgeld nach und nach gestrichen – jetzt hat ein schwarzer Minister die Möglichkeit, den Schritt wieder zurückzunehmen“, rief ein Feuerwehrmann den Demonstranten von der Bühne zu.

Minister Hilbers erteilte den Forderungen der Feuerwehrleute allerdings eine klare Absage. Das Land habe zwar Mehreinnahmen bei den Steuern zu verzeichnen, aber gleichzeitig auch große Aufgaben zu bewältigen, für die das Geld benötigt würde. „Wir haben Ihnen versprochen, über die Wiedereinführung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes nachzudenken, wenn sich Spielräume dafür ergeben, dabei bleibt es auch“, sagte Hilbers. Die Demonstranten wollten sich damit allerdings nicht zufriedengeben. „Wir kommen im nächsten Jahr wieder, dann wird der Tannenbaum aber nicht mehr so grün sein, wie heute“, kündigten sie an.

Von Tobias Morchner