Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Trauerfeier für FDP-Politiker Detlef Kleinert
Hannover Aus der Stadt Trauerfeier für FDP-Politiker Detlef Kleinert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 01.07.2016
Von Gunnar Menkens
Zur Trauerfeier am Montag kamen mehr als 200 Gäste auf den Seelhorster Friedhof.
Zur Trauerfeier am Montag kamen mehr als 200 Gäste auf den Seelhorster Friedhof. Quelle: Rainer Dröse
Anzeige
Hannover

Etliche Menschen, die in der voll besetzten Kapelle des Seelhorster Friedhofs keinen Platz mehr fanden, standen vor der Eingangstür und hörten dort über Lautsprecher, was drinnen über den Toten gesagt wurde.

Mehr als 200 Trauernde begleiteten ihn am Montag auf seinem letzten Weg, und sie erlebten eine Zeremonie, die dem Politiker gemäß war. Die Trauergemeinde sang das Stück „Die Gedanken sind frei“ von Hoffmann von Fallersleben, die Hymne des deutschen Liberalismus, mit einer Inbrunst, die FDP-Stadtratschef Wilfried Engelke beeindruckte: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Beim Empfang im Gasthaus Die Insel wurde das städtische Nationalgetrank Lüttje Lage ausgeschenkt. Kleinert, Parlamentarier, Unternehmer, verwurzelt im Hannöverschen, liebte eben nicht nur die Politik, sondern auch das Leben.

Am Montag kamen Angehörige und Weggefährten des langjährigen hannoverschen FDP-Bundestagsabgeordneten Detlef Kleinert zu einer Trauerfeier zusammen. Er war im Alter von 83 Jahren gestorben.

Zum Abschied kamen etliche Politiker aus gemeinsamer Zeit. Klaus Kinkel, der frühere Bundesaußenminister, war sichtlich bewegt. Wolfgang Gerhardt, ehemals FDP-Bundesvorsitzender, würdigte den Menschen Detlef Kleinert. Und Ex-Generalsekretär Patrick Döring, dessen politische Karriere im Grunde Anfang der 1990er-Jahre begann, als er studentische Hilfskraft im Büro Kleinert war, erinnerte an eine „vielschichtige und komplexe Persönlichkeit“, an einen Mann, der „unheimlich viel erreicht hat und eine echte Wirtschaftswunderbiografie“ gelebt habe. Döring, ein guter Freund von Detlef Kleinert, sagte: „Seine Freunde konnten sich auf ihn verlassen.“