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Aus der Stadt 29-Jähriger zündet eigenes Café an
Hannover Aus der Stadt 29-Jähriger zündet eigenes Café an
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08:17 30.12.2009
Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen den Brand nach einer Explosion in einem arabischen Café.

Innerhalb weniger Minuten breiteten sich Flammen in dem Wasserpfeifen-Café in der Goethestraße aus. Zwei Mieter schwebten nach Angaben der Polizei am Mittag noch in Lebensgefahr. Drei Bewohner, darunter ein siebenjähriges Mädchen, wurden leicht verletzt. Ein 29-Jähriger starb in den Flammen. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen der beiden Betreiber des Lokals handelt. Es wird vermutet, dass er Feuer entfacht hatte und dabei zu Tode gekommen war. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar, die Ermittlungen dauern an.

Zeugen berichten von einem lauten Knall, der gegen 1.30 Uhr die Stadt erschütterte. Mehrere Anwohner vermuteten, dass es am Leibnizufer zu einem Verkehrsunfall gekommen sei. "Die Wände haben gewackelt. Mir war klar, dass es kein normaler Unfall gewesen sein kann, vielleicht zwei Lkw", sagte ein Nachbar.

Als er aus dem Fenster auf die Straße blickte, schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Nebengebäude. Innerhalb von Minuten drang der dichte Rauch über das Treppenhaus in die oberen Etagen des fünfstöckigen Gebäudes. Es wird als Büro- und Wohnhaus genutzt.

Im Hausflur entdeckten die Einsatzkräfte zunächst zwei Mieter. „Der Mann und die Frau schweben mit Rauchgasvergiftungen in akuter Lebensgefahr“, sagte eine Polizeisprecherin. Anschließend konnte mit Hilfe von Drehleitern ein 51 Jahre alter Mann, seine 45 Jahre alte Lebensgefährtin sowie deren siebenjährige Tochter aus dem vierten Stockwerk gerettet werden. Für den 29-Jährigen vermutlichen Betreiber des Cafés kam jede Hilfe zu spät. Vier Stunden lang kämpften rund 100 Feuerwehrleute gegen die Flammen.

Die Ursache für die Explosion, die sich nach ersten Erkenntnissen in einem arabischen Café im Erdgeschoss des Gebäudes ereignete, ist noch unklar. „Sicher ist nur, dass sich ein flüchtiger Stoff entzündet hat“, hieß es von der Polizei. Brandursachen-, Sprengstoffexperten und Fachleute des TÜV ermitteln in alle Richtungen und setzten bei der Suche nach der Ursache auch Spürhunde ein. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehrere hunderttausend Euro. Einen Zusammenhang zu den eskalierten Streitigkeiten am 22. November in der Gaststätte, bei der ein 22-Jähriger niedergestochen und seinen Verletzungen erlegen war, schließt die Polizei derzeit aus.

Tödliche Messerstecherei Ende November

Erst Ende November war die orientalische Gaststätte, in der die Gäste Wasserpfeife rauchen und dabei Bauchtänzerinnen zusehen können, in die Schlagzeilen geraten. Der 22-jährigen Mohammed G. war mit mehreren lebensgefährlichen Messerstichen versetzt worden und später im Krankenhaus verstorben. Ein 29-jähriger Deutsch-Araber stellte sich einen Tag danach den Ermittlern.

Drews/Schreiter/lni/mb

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