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Aus der Stadt Jubiläumsgala im Opernhaus
Hannover Aus der Stadt Jubiläumsgala im Opernhaus
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21:15 27.11.2014
Von Rüdiger Meise
Foto: „Wenn Bernd Weste im Namen der Hannöverschen Aids-Hilfe ruft, dann kommen wir alle“ – Bernd Weste zusammen mit Sängerin Kim Sanders.
„Wenn Bernd Weste im Namen der Hannöverschen Aids-Hilfe ruft, dann kommen wir alle“ – Bernd Weste zusammen mit Sängerin Kim Sanders. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

„Wenn Bernd Weste im Namen der Hannöverschen Aids-Hilfe ruft, dann kommen wir alle“, sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt am Donnerstag auf der Bühne des Opernhauses – und rund 800 Gäste applaudierten. Die Hilfsorganisation hatte anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens zur festlichen Gala geladen. Die Staatsoper hatte ein hochkarätiges Programm zusammengestellt, alle Künstler verzichteten zugunsten der Aids-Hilfe auf ihre Gage.

Opernintendant Michael Klügl erinnerte daran, dass man in den 1980er Jahren „HIV-Infizierte am liebsten interniert hätte“. In dieser Atmosphäre habe der heutige Aids-Hilfe-Vorsitzende Bernd Weste damals sein Engagement gegen die Krankheit und für die Infizierten begonnen.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens lud die Hannöversche AIDS-Hilfe e.V. zur festlichen Gala ins Opernhaus.

Weste lobte in seiner Rede die aktuelle Werbekampagne der Deutschen Aids-Hilfe, in der es heißt: „Dürfte Ihr Kind mit HIV-positiven Kindern spielen? Klar, aber um sieben Uhr gibt‘s Abendessen.“ Weste wandte die Pointe auf die Gala an und fragte das Publikum: „Würden Sie eine Veranstaltung besuchen, bei der HIV-Positive anwesend sind?“ Mit ihrem Erscheinen hätten die Gäste die Frage bereits beantwortet – positiv.

Im Publikum saßen unter anderem Landtagspräsident Bernd Busemann, Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz, Üstra-Vorstandschef André Neiß, 96-Präsident Martin Kind und Michael Rupp, Geschäftsführer in Kastens Hotel Luisenhof. Allerdings fehlte dem Publikum ein wenig der Glamour des Showgeschäfts – Stars wie Mousse T. und Lilo Wanders ließen sich krank entschuldigen.

Glamour war dafür auf der Bühne zu sehen – unter anderem mit Chansonnier Tim Fischer und der Band von Lutz Krajenski. Gleich in der ersten Darbietung tanzte ein Ballettensemble in Kardinalkostümen die Szene „Habemus Papam“ aus der Revue „Inferno“ – zur Musik von Ennio Morricones „The Good, the Bad and the Ugly“. Provokant, schräg, schillernd.

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