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Aus der Stadt Gegendemonstranten versuchen Pegida zu stören
Hannover Aus der Stadt Gegendemonstranten versuchen Pegida zu stören
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15:12 08.04.2015
Demonstrieren wieder am Georgsplatz: Pegida-Anhänger in Hannover.
Demonstrieren wieder am Georgsplatz: Pegida-Anhänger in Hannover. Quelle: Kießler
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Hannover

Zu Beginn der Veranstaltung gegen 19 Uhr hatten sich etwa 30 Pegida-Teilnehmer am Georgsplatz getroffen, weitere kamen später hinzu. Zu sehen waren bei ihnen eine Israel-Flagge, eine Gegen-Nazis-Flagge sowie eine Deutschlandfahne, wie sie die Identitären verwenden – ein schwarz-gelbes Kreuz auf rotem Hintergrund, die sogenannte Wirmer-Flagge. Auf der anderen Seite hatten sich 50 Gegendemonstranten eingefunden.

Erneut haben sich Pegida-Anhänger am Georgsplatz versammelt.

Thomas Rochell, Vizepräsident der Polizeidirektion Hannover, macht sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage. Gegen 20 Uhr setzten sich die Pegida-Anhänger zu ihrem sogenannten Spaziergang in Bewegung – begleitet von der Reiterstaffel der Polizei.

Bei diesem Spaziergang kam es zu einem Handgemenge zwischen Polizei und linken, vermummten Gegendemonstranten, als diese versuchten, durch die Polizeiabsperrung auf die Pegida-Anhänger zuzulaufen. Einige Linke versuchten mit einer aggressiven Stimmung, die Beamten immer wieder zu provozieren: "Komm doch her, wenn Du schon so guckst". Die Pegida-Anhänger skandierten daraufhin: "Nazis raus".

Fußgänger, die aus der Innenstadt in Richtung Aegi gehen wollten, wurden von der Polizei angewiesen, einen anderen Weg zu nehmen als den über den Georgsplatz. Gegen 20.30 Uhr lösten sich die Pegida-Kundgebung und die Gegendemonstration auf, ohne dass es zu größeren Zwischenfällen gekommen wäre.

Bei Kundgebung selbst waren einige abstruse Reden zu hören: Eine Pegida-Anhängerin aus Sachsen berichtete, dass sie sich an die Zeit von vor 25 Jahren erinnert fühle und verglich die Demonstrationen mit dem Montagsgebeten in der DDR. Ein anderer Redner empfahl den Gegendemonstranten, Seife zu kaufen und sich doch damit einmal zu waschen.

Von Jörn Kießler/sbü

Streit zwischen Pegida und Hagida geht weiter

Der Ärger der Pegida-Anhänger über den einen Abtrünnigen aus ihren Reihen, der mit einer Gegenveranstaltung den ursprünglichen Versammlungsort auf dem Opernplatz blockiert, haben die Pegida-Anhänger noch nicht verwunden. Zumindest teilen sie auf ihrer Facebook-Seite kräftig aus: „Leider nutzt seit einigen Wochen ein Mensch, der mal 2 Wochen im Umfeld der Orga dabei gewesen ist, nun den Namen Hagida um für seine Bürgerbewegung zu werben. Damit führt er nicht nur Menschen in die Irre, sondern schmückt sich mit fremden Federn." Pegida droht ihm nun gar mit juristischen Konsequenzen.

sbü

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