Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt 3000 Gäste beim Sommerfest der Musikhochschule
Hannover Aus der Stadt 3000 Gäste beim Sommerfest der Musikhochschule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:59 08.07.2012
Von Bärbel Hilbig
Foto: Mit rund 3000 Besuchern feierte die Musikhochschule am Sonntag ihr Sommerfest.
Mit rund 3000 Besuchern feierte die Musikhochschule am Sonntag ihr Sommerfest. Quelle: Hagemann
Anzeige
Hannover

Im offenen Unterricht ließ Prof. Jens Björn-Larsen seine Tubaklasse mit einem abwechslungsreichen Stück zunächst zeigen, was die acht Nachwuchsmusiker schon so alles können. Mit einem bewundernden „Oh!“ und reichlich Applaus dankten die Zuhörer in dem kleinen Saal. Doch Björn-Larsen sezierte charmant mit dänischem Akzent die Arbeit seiner Studenten: „Am Anfang war die Sache perfekt, doch dann haben Sie sich bei den langsamen Passagen zurückgelehnt.“ Dann führte der Professor, selbst gefragter Solist, schauspielerisch vor, wie er als Kind mit dem Tubaspielen begann. „Ich konnte das Mundstück nicht erreichen und musste auf vier Telefonbüchern sitzen.“

Beim Sommerfest der Musikhochschule konnten rund 3000 Besucher am Sonntag hinter die Kulissen blicken.

Für die Kinder aus dem Publikum, die sich an der Tuba ausprobieren durften, hielt Björn-Larsen das Instrument aber einfach schräg. Alle erzielten auf Anhieb einen erstaunlich mächtigen Ton. Seinen Studenten sagte der Professor später: „Wir dürfen laut spielen, aber nicht hässlich.“
Mit abwechslungsreichem Programm gab die Hochschule beim Fest Einblick in ihre Arbeit jenseits der 500 öffentlichen Veranstaltungen pro Jahr. Bei Führungen erfuhren die rund 3000 Besucher, dass die Orgeln in den Konzertsälen für Studenten der Kirchenmusik bereitstehen.

Im Innenhof gab es durchgängig ausgefeilten Pop und Jazz zu hören. Als es schauerte, wurden an die Gäste Regenschirme verteilt. Im Hörsaal erklärten Musikwissenschaftler am praktischen Beispiel, wie und warum auf der Opernbühne geschrien wird oder wie Musiker auf die Bühne kommen: „Sprinten oder Schleichen?“