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Aus der Stadt 31-Jähriger wegen Totschlages verurteilt
Hannover Aus der Stadt 31-Jähriger wegen Totschlages verurteilt
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15:13 16.05.2014
Ein 30-jähriger Mann muss für zwölf Jahre wegen Totschlags ins Gefängnis. Quelle: Jochen Lübke
Hannover

Wegen des Totschlags an seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau hat das Landgericht Hannover einen 31-Jährigen am Freitag zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte zu Prozessbeginn gestanden, die 30-Jährige Ende Oktober vergangenen Jahres nach einem Streit um das Sorgerecht für den zweijährigen Sohn mit einem Messer getötet zu haben. Den neuen Lebenspartner der Frau verletzte er mit einer Hantelstange schwer. Er war nachts über den Balkon in die Wohnung eingedrungen.

In dem wegen des Vorwurfs des Mordes eröffneten Prozess ging das Gericht am Ende von Totschlag aus, da es keine Mordmerkmale wie niedrige Beweggründe für gegeben hielt. Der Täter habe planvoll aus der rational nicht nachvollziehbaren Sorge um seinen Sohn gehandelt, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Rosenbusch. «Das war keine Eifersuchtstat, keine Affekttat.» Die Anklage hatte 13 Jahre und 6 Monate Haft gefordert. Die Verteidigung hielt den Angeklagten für nur eingeschränkt schuldfähig und plädierte auf achteinhalb Jahre Haft. Das Gericht hielt eine verminderte Schuldfähigkeit aber für nicht gegeben.

Beim Urteilsspruch hatte der Angeklagte seinen Kopf weit nach vorne Richtung Anklagebank gebeugt und schaute Angehörigen und Bekannten des Opfers auf den Zuschauerbänken nicht ins Gesicht. Bei der Tat war er mit äußerster Brutalität vorgegangen. Dem neuen Partner seiner Frau hatte er mit der Hantelstange den Arm gebrochen und einen Schädelbasisbruch zugefügt. An ihn muss er nach dem Urteil 13 000 Euro zahlen. Auch auf seine Frau prügelte er mit der Stange ein, ehe er ihr mit einem Küchenmesser in den Hals stach und ihr dann die Kehle durchschnitt.

dpa

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