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Aus der Stadt Fisch gibt’s
Hannover Aus der Stadt Fisch gibt’s
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19:05 09.01.2014
Von Sonja Fröhlich
Mit Block und scharfem Blick: Die Fünftklässler zählen sich durch das Aquarium. Quelle: Holland
Hannover

Fische zu zählen ist keine leichte Aufgabe, auch wenn diese in einem Aquarium leben. Welcher Laie kann schon einen Rotkeil-Augenfleckbuntbarsch von einem Erdfresser unterscheiden, wenn die ständig durcheinander schwimmen? Keiner der Fische will stillhalten. Dennoch probieren Lily und Glen emsig, die Zahlen in einer Tabelle zu notieren. Bei den Erdfressern schwankt die nun zwischen 19 und 22. „Ich notiere jetzt einfach mal 25 – ein paar verstecken sich bestimmt noch“, sagt Lily.

Fischinventur im Sea Life Herrenhausen. 32 Kinder der Klasse 5 d der Leibnizschule helfen dem Großaquarium bei der Bestandsaufnahme. Mehr als 100 Arten hält das Unternehmen in den Becken und Terrarien, inklusive Krokodile und Schildkröten. Insgesamt kamen die Kinder am Donnerstag auf mehr als 2500 Bewohner der künstlichen Unterwasserwelt – eine ähnliche Anzahl hatten zuvor schon die Mitarbeiter ausgerechnet. Die genauen Zahlen wollte Sea Life noch nicht nennen, weil noch eine Werbeaktion läuft: Besucher sind bis Ende Januar aufgerufen, sich einen Inventurzettel zu nehmen und selbst zu zählen.

Im vergangenen Jahr hatte die Zählung die Tierschutzorganisation Peta auf den Plan gerufen. Sie verglich die Bestandslisten der vergangenen fünf Jahre mit den Angaben über verstorbene und weitergegebene Tiere. Das Resümee der Tierschützer: „Da fehlen 4000 Fische!“ Die Aktivisten forderten die Aquaristen auf, das mysteriöse Verschwinden der Fische aufzuklären. Eine Meeresbiologin von Peta vermutete, dass ein Teil der verlorengegangenen Fische von größeren Artgenossen gefressen worden sei. Dem widersprach das Sea Life nicht – und verwies darauf, dass auf diese Art auch viele Tiere in den Weiten des Ozeans verschwänden. Damit war die Diskussion in Hannover beendet.

„Die Großen fressen manchmal die Kleinen“, erklärte auch eine Biologin am Donnerstag den kleinen Helfern. „Wie viele das sind, lässt sich natürlich von uns nur schwer nachvollziehen.“ Für Lily und Glen aus der 5 d war es sowieso spannender, die beiden Landschildkröten „Dick“ und „Doof“ zu messen und zu wiegen. Die durften sie anfassen – und die verschwanden auch nicht plötzlich aus ihrem Sichtfeld.

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