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Aus der Stadt Südlink treibt
 Bürger zum
 Landtag
Hannover Aus der Stadt Südlink treibt
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 Landtag
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00:16 01.07.2014
Von Gunnar Menkens
Foto: Knapp 400 Demonstranten setzten am Sonnabend ein Zeichen gegen die geplante Stromtrasse „Südlink“.
Knapp 400 Demonstranten setzten am Sonnabend ein Zeichen gegen die geplante Stromtrasse „Südlink“. Quelle: Kleinschmidt
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Hannover

Der Protestzug war noch nicht einmal gestartet, da konnten vorbeiziehende Passanten schon erste Meinungsäußerungen hören. Vorm Hauptbahnhof riefen Demonstranten plötzlich ein tieftönendes „Buh“, dem ein quietschiges 
 „Iiiieh“ folgte. Der Versammlungsleiter hatte die Teilnehmer aufgefordert, ihre Meinung über den Südlink kundzutun, jene 800 Kilometer lange Stromtrasse, die Windstrom vom Norden der Republik in den Süden transportieren soll.

Zu einer Demonstration gegen die geplante Stromtrasse „Süd Link“ sind am Sonnabend Hunderte Demonstranten in Hannover zusammengekommen.

Etwa 400 Menschen zogen nach Veranstalterangaben am Sonnabend durch die Innenstadt, das Ziel war der Landtag. Eine 60 Meter lange gelbe Plastikplane, an der Spitze als Pfeil geformt und vom Protestzug auf Hüfthöhe getragen, sollte verdeutlichen, in welcher Höhe Strommasten künftig in die Landschaft ragen könnten. Selbst gebastelte Ortsschilder zeigten an, welche Regionen vom Südlink des Unternehmens Tennet nach derzeitiger Planung betroffen sind. Einbeck zählt dazu, Kreiensen, Algermissen, Elze und Lühnde. Plakate warnten vor möglichem Elektrosmog und der Einkesselung ganzer Ortschaften durch Leitungen. Anwohner fürchten um Lebensqualität vor Ort, um Landschaftsbild und Erholungswert der Natur. Ein Vorschlag der Initiative lautet: Stromkabel in der Erde verlegen.

Sprecherin Ricarda Polzin warnte in ihrer Ansprache am Landtag vor Gesundheitsgefährdungen von Anwohnern, die in der Nähe von Leitungen lebten. Die riesigen Masten würden Landschaften zerstören, der Bau der Hunderte Kilometer langen Trasse sei zudem „Geldverschwendung“, da Energie in Zukunft an vielen dezentralen Standorten in Deutschland produziert werde. Sie appellierte an Politiker in Landtag und Kommunen, sich gegen die oberirdische Trasse zu engagieren: „Das geht so nicht mit den Masten. Wir brauchen keinen Leitungsbau in diesem Ausmaß.“

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