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Aus der Stadt 400 Trauernde gedenken der Kriegstoten
Hannover Aus der Stadt 400 Trauernde gedenken der Kriegstoten
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19:27 18.11.2012
Von Andreas Schinkel
Gedenken an die Kriegstoten. Quelle: Hagemann
Hannover

Die Trauergemeinde gedachte aller Kriegstoten, nicht nur der gefallenen Soldaten, sondern auch der zivilen Opfer. Am Ende der Feierstunde wurden Kränze am Holocaustmahnmal neben der Oper und in der Aegidienkirche abgelegt, die als Ruine noch immer an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs erinnert.

In seiner Ansprache strich Rolf Wernstedt, Landesvorsitzender des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge, heraus, die Sehnsucht nach Frieden dürfe niemals aufgegeben werden. Im Nahen Osten drohe ein neuer Krieg, „wir trauern und gedenken scheinbar ohne Wirkung“, sagte Wernstedt. Aber die Hoffnung zu verlieren, heiße, gegenüber den nachfolgenden Generationen zu versagen.

Zu einer Gedenkstunde in der Oper haben sich am Volkstrauertag etwa 400 Menschen versammelt, darunter etliche Prominente aus Stadt und Umland, Landtag, Gewerkschaft und Kirche.

Wernstedt erwähnte in seiner Rede ein neues Projekt der Kriegsgräberfürsorge, das Mut machen solle. Eine studentische Gruppe aus Niedersachsen ist ins russische Perm gereist, um dort mit anderen jungen Leuten verfallene Kriegsgräber herzurichten. In den Gräbern ruhen deutsche Soldaten, die in russischer Kriegsgefangenschaft gestorben sind. „Umgekehrt haben wir in Niedersachsen die Pflicht, uns um die hier liegenden russischen Kriegsgefangenen zu kümmern“, sagt Wernstedt.

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