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Aus der Stadt Bäder leiden unter Sanierungsstau
Hannover Aus der Stadt Bäder leiden unter Sanierungsstau
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00:15 24.10.2013
Von Bernd Haase
Hannovers Schwimmbäder leiden unter einem Besuchermangel. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

Hannovers öffentliche Bäder weisen einen Sanierungsstau von mehr als 40 Millionen Euro auf, leiden unter Besucherschwund und belasten mit ihren Betriebskosten den städtischen Haushalt mit jährlichen Millionenbeträgen. Das ist das Ergebnis der lang erwarteten Bäderanalyse, die die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) am Montag im Sportausschuss des Rates vorstellte. Das Werk soll als Grundlage für Entscheidungen zur Zukunft der Bäder dienen – wo etwa investiert oder wo gegebenenfalls ein Bad geschlossen werden könnte. Die Debatte darüber steht allerdings noch aus – die Politiker müssen das 180 Seiten umfassende Konvolut mit seinen Zahlenkolonnen und Tabellen erst verarbeiten und bewerten. Ein Überblick:

Sanierungsstau: Im Schnitt sind die acht Hallenbäder, sechs Freibäder und das Naturbad Hainholz 34 Jahre alt. „Das ist nicht ideal, und die Bäder sind nicht in dem Zustand, in dem sie sein sollten“, sagt Günter Ochsenbauer von der DGfdB. Dabei fällt der Sanierungsbedarf höchst unterschiedlich aus. An der Spitze liegen das Stadionbad und das Fössebad; beim Nord-Ost-Bad, dem Lister Bad und den kleineren Freibädern wären vergleichsweise wenig Ausgaben fällig. Bemerkenswert ist, dass beim Fössebad, dem Kleefelder, dem Stöckener und dem Anderter Bad die Sanierungskosten den jeweiligen Sachwert der Anlagen übersteigen.

Wasserfläche und Besucher: Rechnerisch stehen den Hannoveranern 10,5 Quadratmeter Wasserfläche pro 1000 Einwohnern im Hallenbad und 27 Quadratmeter im Freibad zur Verfügung. Das ist keine schlechte Ausstattung – beide Werte liegen höher als diejenigen in vergleichbaren Großstädten. Fast jeder Hannoveraner kann binnen zehn Minuten ein Bad erreichen. Trotzdem haben die städtischen Bäder in den zehn Jahren von Anfang 2002 bis Ende 2011 13,5 Prozent ihrer Besucher eingebüßt. Überdurchschnittlich betroffen sind die beiden großen Hallenbäder in Vahrenwald und am Stadion, aber insgesamt schneiden die Hallenbäder sogar besser ab als die Freibäder. „Das liegt an den kleinen Stadtteilbädern, sie sind besser als die großen“, sagt Ochsenbauer. Drei von vier Besuchern in den Bädern sind zahlende Gäste. Vereine stellen knapp 13 Prozent aller Nutzer, die Schulen gut sieben Prozent. Den Rest machen Saunagäste aus.

Kosten und Erlöse: Die Stadt steckt mit ihren Bädern in einer Kostenfalle. Einerseits steigen in den teils maroden Anlagen die Betriebskosten – und zwar um 21 Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Kostenfresser sind ausschließlich die Hallenbäder. Andererseits bringt der Besucherschwund sinkende Erlöse mit sich. Als Konsequenz sind die Betriebsergebnisse binnen zehn Jahren um 60 Prozent gesunken; vor zwei Jahren haben die Bäder mit 7,44 Millionen Euro Minus den schlechtesten Jahresabschluss aller Zeiten verbucht. Auch hier fallen die großen Hallenbäder negativ auf. Gemessen über alle Bäder liegt der Kostendeckungsgrad nur noch bei 38 Prozent. Anders gesagt: Wann immer ein Badegast ein öffentliches Bad besucht, ist der Steuerzahler mit 5,39 Euro Zuschuss dabei. Einen wenn auch sicherlich schwachen Trost hatte Ochsenbauer: „Das ist noch besser als im Bundesvergleich.“

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