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Aus der Stadt „Der Poller-Wahnsinn muss ein Ende haben“
Hannover Aus der Stadt „Der Poller-Wahnsinn muss ein Ende haben“
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00:21 30.04.2015
Von Tobias Morchner
Foto: Felix Blaschzyk von der CDU begutachtet die Poller an der Leinstrasse in Hannover.
Felix Blaschzyk von der CDU begutachtet die Poller an der Leinstrasse in Hannover. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

„Der Schildbürgerstreich an der Markthalle ist leider nur der Gipfel einer schier unbezifferbaren Flut von Poller-Installationen in Hannover“, sagt Felix Blaschzyk, der baupolitische Sprecher der Ratsfraktion der Partei. Er forderte die Stadtverwaltung auf, die Absperrpfosten an der Leinstraße wieder entfernen zu lassen und statt dessen Blumenkübel an der Stelle aufzustellen. „Der Poller-Wahnsinn in Hannover muss ein Ende haben“, sagt Blaschzyk.

Nach Angaben der Verwaltung sind die Absperrpfosten, die den Zugang zu einem unterirdischen Technikraum der Stadt von der Größe einer Garage, sichern sollen, eine provisorische Lösung. „Die Stadt prüft, ob an dieser Stelle der Gehweg verbreitert und ein Bordstein um die Schachteingänge gelegt werden kann“, sagt Sprecher Alexis Demos. Der Technikraum war nach Angaben der Verwaltung vor etwa zwei Jahren gebaut worden. Die Schächte an der Leinstraße, die stets zugänglich sein müssen, waren bislang mit mobilen Baken umstellt.

Die Bilder zum Pollerwald in Hannover.

Doch immer wieder räumten Autofahrer die Absperrungen beiseite und stellten ihre Fahrzeuge auf den Schachteingängen ab. Im Zuge der Vorbereitungen zum Abriss des städtischen Ordnungsamts zwischen Köbelinger Markt und Leinstraße, in dem auch das Rechenzentrum untergebracht ist, sind nach Angaben der Verwaltung bereits jetzt Teile des Rechenzentrums in den unterirdischen Technikraum ausgelagert worden. „Wir brauchten deshalb eine kurzfristige Lösung, um die Schächte, dauerhaft frei zu halten, und haben deshalb die Poller installiert“, sagt Demos.

Auch an der Walderseestraße in der List gibt es einen ähnlich gelagerten Poller-Fall. In Höhe der Einmündung der Händelstraße hat die Stadt eine Art Stromkasten mit 16 Metallpfosten absperren lassen. „Darin befindet sich sensible Technik für die Stromversorgung der Stadt“, sagt Alexis Demos. Deswegen müsse auch in diesem Fall der Zugang stets gewährleistet sein. Doch auch an der Walderseestraße sollen die rot-weißen Poller offenbar keine Dauerlösung sein. „Wir wollen auch an dieser Stelle alternative Lösungen für die Absperrung des sensiblen Bereichs“, sagt Stadtsprecher Demos.

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