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Aus der Stadt Hier wird es heute in der City eng
Hannover Aus der Stadt Hier wird es heute in der City eng
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12:19 14.01.2015
Von Mathias Klein
Autofahrer müssen rund um die Demoroute mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Quelle: Montage
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Hannover

Die Schüler starten um 10 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Opernplatz. Vor dem Kultusministerium am Schiffgraben und vor dem Büro des Philologenverbands in der Sophienstraße planen die Schüler bei ihrem anschließenden Demonstrationszug Zwischenstopps mit Reden. Vor dem Ministerium hat sich Kultusstaatssekretär Peter Bräth als Redner angekündigt. Die Abschlusskundgebung ist an der Marktkirche geplant. Die Demonstration soll dort gegen 14 Uhr beendet sein. Die Polizei will die Schüler dann zu den auf dem Schützenplatz abgestellten Bussen begleiten. Unter den Teilnehmern des Protestmarsches befinden sich auch einige Eltern, die ihre Kinder in Hannover unterstützen wollen.

Hintergrund für den Protest ist ein Konflikt zwischen dem Kultusministerium und den Gymnasiallehrern. Seit die rot-grüne Landesregierung die Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrer um eine Stunde auf 24,5 Wochenstunden erhöht hat, weigert sich die Mehrheit der Lehrer, Klassenfahrten durchzuführen. Die Schüler wollen jetzt erreichen, dass Lehrer und Ministerium sich einigen, damit der Protest nicht mehr auf ihrem Rücken ausgetragen wird. Wie ein Sprecher des Landesschülerrates berichtete, wirke sich der Konflikt inzwischen auf das Klima an zahlreichen Gymnasien aus.
Direkt im Anschluss an den Protestmarsch lädt die Direktorenvereinigung morgen zu einem Pressegespräch. Sie will ein Gutachten vorstellen, das sich mit der gestiegenen Arbeitsbelastung der Direktoren an Gymnasien beschäftigt.

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Gymnasien schränken Klassenfahrten ein

Nach einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage haben 75 Prozent der Gymnasien in Niedersachsen Klassenfahrten deutlich eingeschränkt. Das NDR-Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“ hatte alle 295 Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen angeschrieben, 114 beteiligten sich. Aus den Antworten ergab sich, dass 50 Schulen bis auf Weiteres alle Klassen- und Kursfahrten gestrichen haben. Ausnahmsweise wurden nur noch besondere Musik- oder Sportfahrten sowie Besuche bei Partnerschulen angeboten. 36 Schulen schränken Klassenfahrten ein, an 28 Schulen in überwiegend privater oder kirchlicher Trägerschaft gibt es hingegen weiterhin Klassenfahrten.

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