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Aus der Stadt 96-Fans und Dresdner bleiben weitgehend friedlich
Hannover Aus der Stadt 96-Fans und Dresdner bleiben weitgehend friedlich
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00:16 14.09.2016
Nur kleinere Zwischenfälle verbuchte die Polizei bei Hochrisikospiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Zwei große Gruppen potenzieller Störenfriede aus Dresden hatte die Polizei am Vormittag in Empfang genommen und zum Stadion eskortiert. Die eine kam mit dem Zug von Goslar an und wurde über die Calenberger Neustadt geleitet, eine andere formierte sich am Ruderclub am Maschsee aus Fans, die mit Autos und Bussen angereist waren.

Zum vierten Spieltag empfängt Hannover 96 Dynamo Dresden. Zahlreiche Fans des Ost-Clubs werden in der Stadt erwartet. Nach den Ausschreitungen beim Pokalspiel 2012 hat die Polizei das Spiel zur Hochrisikopartie erklärt und aufgerüstet. 

Während eine Gruppe von Dresden-Anhängern über die Stadionbrücke geführt wurden, explodierten mindestens vier Böller. Wer sie geworfen hatte, konnte die Polizei jedoch nicht mehr feststellen. Auch im Anschluss gab es etwas Ärger, als die Fans vor dem Südeingang warten mussten, da wegen der strikten Kontrollen nur jeweils hundert Fans in den Vorbereich des Stadions gelassen wurden.

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Während das Spiel lief, kam es gegen 13.45 Uhr erneut zu einem Zwischenfall, bei dem neun Dresdner Fans in Gewahrsam genommen werden mussten. Sie hatten sich in der Nähe der Plinkestraße einer Polizeikontrolle verweigert und waren geflüchtet. Dabei demolierten sie einige Zäune, konnten jedoch schnell gefasst werden. Gegen sie wird wegen Verdacht auf Sachbeschädigung ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften sie die Wache wieder verlassen.

Die Fans der Roten blieben dagegen friedlich, auf ihrer Seite gab es am Spieltag keine nennenswerten Zwischenfälle.

Die Polizei war den ganzen Tag über mit über 1000 Einsatzkräften aus mehreren Bundesländern im Einsatz. Die Beamten waren an mehreren Stellen im Innenstadtbereich präsent, um sofort eingreifen zu können, falls es nötig wäre. Zudem hatten sie die Innenstadt in zwei Zonen geteilt, um die beiden Fan-Lager zu trennen. 

Von Isabel Christian

11.09.2016
Saskia Döhner 14.09.2016
11.09.2016
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