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Aus der Stadt „99 Luftballons“ beim Kunst-Dinner
Hannover Aus der Stadt „99 Luftballons“ beim Kunst-Dinner
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00:15 24.03.2015
Foto: Das Thema „99 Luftballons“ war beim diesjährigen Kunst-Dinner der Kestnergesellschaft nicht zu übersehen.
Das Thema „99 Luftballons“ war beim diesjährigen Kunst-Dinner der Kestnergesellschaft nicht zu übersehen. Quelle: Eberstein
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Hannover

Zumindest einer hatte das Motto „99 Luftballons“ als Anspielung auf die achtziger Jahre verstanden. „Ich dachte sofort an Nena“, sagt Unternehmer und Modeexperte Philipp Bree. Daher verzichtete er auf Fliege oder Krawatte und kam mit einem roten Halstuch im Achtziger-Jahre-Stil zum traditionellen Kunst-Dinner in der Kestnergesellschaft am Sonnabendabend.

Tatsächlich waren die „99 Luftballon“ anders gemeint. Echte, rote Ballons wurden den Gästen gleich im Entree in die Hand gedrückt und zierten den Essenssaal im großen Ausstellungsraum. „Das Motto ist keine sentimentale Erinnerung an Nena, sondern soll bereits auf das nächste Jahr verweisen“, sagt Christiane Rischbieter vom Freundeskreis in ihrer kurzen Eröffnungsrede. Im kommenden Jahr feiert die Kestnergesellschaft ihr 100-jähriges Bestehen.

Das regelmäßige Dinner für Freunde und Förderer der Kestnergesellschaft gehört zu den Höhepunkten des gesellschaftlichen Lebens in Hannover. „Ich freue mich sehr auf den Abend, vor allem in so angenehmer Begleitung“, sagt Sylvia Madsack, die zusammen mit dem Autoren und Regisseur Martin Brannahl gekommen ist. Für Thomas Düffert, Vorsitzender der Madsack-Geschäftsführung, ist es die erste Teilnahme an dem kunstsinnigen Dinner, gleiches gilt für die Gastgeberin.

„Ich sehe viele bekannte und unbekannte Gesichter“, räumt die Direktorin der Kestnergesellschaft, Christina Végh, ein. Aber dazu sei der Abend ja da, um sich kennenzulernen. Ihr Mann Stefan Gronert, ein Kunsthistoriker, verrät, dass das Paar nach einer Wohnung in Hannover sucht. „Derzeit wohnen wir noch in Bonn“, erzählt er. Zwar gebe es wunderschöne Viertel in Hannover, etwa die List, die Oststadt und auch die Nordstadt, aber fündig geworden seien sie bisher nicht. „Die Preise sind hier höher als in Bonn“, sagt Gronert.

Volker Müller, Chef des Unternehmerverbands Niedersachsen, muss erst einmal tief durchatmen, bevor er sich auf den Abend einlassen kann. „Ich komme gerade aus dem Stadion. Schon traurig, dass Hannover 96 wieder verloren hat“, sagt er. Dennoch: Wille und Kampfgeist hätten gestimmt. Uwe Reuter, Vorstandvorsitzender der VHV und zugleich Vorsitzender der Kestnergesellschaft, ist dankbar, dass sich in Hannover derart viele Kunstförderer finden. „Unser Essen ist ein Dankeschön an sie“, sagt er und betont, dass alle ihr Menü selbst bezahlen.

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