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Aus der Stadt ADAC akzeptiert enge Karmarschstraße in Hannover
Hannover Aus der Stadt ADAC akzeptiert enge Karmarschstraße in Hannover
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21:43 18.05.2011
Von Conrad von Meding
Die Karmarschstraße vor der Markthalle in Hannover. Quelle: Rainer Surrey

In der City-Gemeinschaft gab es Lob für die gestalterische Aufwertung – aber Bedenken, dass zu Stoßzeiten zu lange Rückstaus entstehen könnten. Der Bauausschuss des Rates hat das Thema am Mittwoch nicht behandelt. Wie berichtet, hatte bereits der zuständige Bezirksrat eine Beschäftigung mit dem Thema abgelehnt, solange die Verwaltung keine Detailplanung zum Straßenkonzept vorlegen kann.

„Wir halten eine Reduzierung auf eine Fahrspur pro Richtung für unproblematisch“, sagte Christine Rettig vom Autofahrer-Lobbyverband ADAC. Das Konzept störe weder die Erreichbarkeit der Innenstadt noch der zwei wichtigen Parkhäuser. Der ADAC empfehle aber Schrägparkplätze, damit Parkvorgänge den Verkehr nicht zu lange blockieren. Auch Gerd Reincke vom Radfahrerverein ADFC begrüßt die Verengung. Wenn Radfahrer auf der Autospur mitradeln sollten, müsse diese aber breit genug sein. Zudem müsse entweder Tempo 30 gelten oder ein Radlerstreifen angelegt werden.

Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft dagegen fordert: „Wenn die Stadt in die Straße investiert, was wir sehr begrüßen, dann wäre es gut, auch gleich die Probleme zu lösen.“ Mit nur einer Geradeausspur pro Richtung sei absehbar, dass Rechtsabbieger, die auf Fußgänger warten, lange Rückstaus verursachen. „Das kann man auch mit intelligenten Ampelschaltungen lösen“, sagt Prenzler, „aber das fordern wir ja schon lange.“ Der Umbau der Karmarschstraße wird notwendig, weil die U-Bahn-Station Markthalle Aufzüge erhält, die exakt dort an die Oberfläche kommen, wo jetzt die asphaltierte Straße entlangführt.

Kompromiss bei Klagesmarkt: Im Konflikt um die Umgestaltung der Verkehrs- und Platzbereiche an Klagesmarkt und Goseriede hat der Bauausschuss des Rates am Mittwoch die meisten Wünsche der Bezirksratsmehrheit kassiert. So soll der Radboulevard vom Klagesmarkt zum Steintor nicht entlang der Goseriede, sondern quer über den neuen Fußgängerplatz geführt werden. Stadtbaurat Uwe Bodemann sagte mündlich aber zu, mit Silbernägeln oder Pflastermustern eine eindeutige Streckenführung für die Radler vorzunehmen. Der Bauausschuss beschloss ferner, die Brüderstraße über die Nikolaistraße zur Celler Straße zu öffnen. Der Bezirksrat hatte gewarnt, dass dort für die Freier vom Straßenstrich wieder ein Rundkurs entstehe. Dagegen fand die Forderung eine Bezirksratsmehrheit, die Radlerfurt von Conrad Elektronik zum Steintor zu behalten und an der Einmündung Stiftstraße hydraulische Poller zu installieren, Zustimmung auch im Bauausschuss. Insgesamt erhielt die Planung der Verwaltung großes Lob.

Die anhaltend gute Konjunkturentwicklung entlastet mittlerweile auch den chronisch defizitären Haushalt der Region Hannover: Statt des für das Jahr 2010 eingeplanten Rekorddefizits von 170 Millionen Euro fällt der Fehlbetrag um mehr als 100 Millionen Euro niedriger aus.

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