Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Abfallbetrieb macht mit der O-Tonne Verluste
Hannover Aus der Stadt Abfallbetrieb macht mit der O-Tonne Verluste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:03 24.11.2011
Die sogenannte O-Tonne für Wertstoffe bringt dem Abfallwirtschaftsbetrieb aha Verluste. Quelle: Thomas
Hannover

„Wir sehen nicht, dass wir die O-Tonne derzeit kostenneutral darstellen können“, sagte die Chefin des Abfallwirtschaftsbetriebs aha, Kornelia Hülter, am Donnerstag im Ausschuss für Abfallwirtschaft – und sorgte damit für erstaunte Gesichter bei den Politikern. Denn bisher hatte es immer geheißen, die Erlöse aus der Tonne mit dem orangefarbenen Deckel seien auch wichtig, weil sie für Gebührenstabilität sorgten.

Nach Angaben von Hülter würden die zusätzlichen Kosten, umgerechnet auf den Bürger, 1,54 Euro pro Jahr betragen. Die Unkosten sollen aber nicht direkt an die Gebührenzahler weitergegeben werden. „Wir glauben, dass wir das im nächsten Gebührenzeitraum, der im Jahr 2013 beginnt, kostenneutral darstellen können.

Die O-Tonne soll vom kommenden Frühjahr an auch in Langenhagen, Gehrden, Ronnenberg, Hemmingen und Pattensen eingeführt werden, teilte Hülter mit. Für Hannover ist die Einführung 2013 und 2014 geplant. Im August 2010 waren die ersten O-Tonnen in Uetze aufgestellt worden, anschließend hatte aha den Modellversuch immer weiter ausgedehnt. In die Tonne sollen die Bürger Altmetall, Kleinelektrogeräte, Bekleidung, Plastikabfälle und die gelben Säcke mit dem Verpackungsmüll werfen.

Es gebe aber durch die Wertstofftonne bisher keine signifikanten Auswirkungen auf die Müllmenge. In den Versuchsgebieten habe weder die Menge des Hausmülls, des Sperrmülls noch der Abfälle auf den Wertstoffhöfen abgenommen, berichtete die Geschäftsführerin.

In Bezug auf das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz, das heute vom Bundesrat beraten wird, sei aha gut aufgestellt, sagte Hülter. Das Gesetz sieht eine Öffnung für Firmen bei der Wertstoffsammlung vor. Mit der O-Tonne seien die Werstofferlöse für die Bürger langfristig gesichert, meinte die aha-Chefin. „Egal was jetzt im Gesetz auftaucht, wir haben sicher einen Bestandsschutz.“

Für die SPD bezeichnete Wolfgang Toboldt die Kosten für die O-Tonne als „misslich“. Das sei eine Art politischer Preis, den man zahle, damit aha bei der Wertstoffsammlung Bestandsschutz genießen könne. Rainer Fredermann (CDU)meinte, die O-Tonne lohne sich nur in den ersten Monaten nach der Aufstellung. „Jetzt sind Garage und Dachboden leer, ich brauche sie nicht mehr“, berichtete er.

Mathias Klein

Hannoveraner, die ihre Wohnung mit Wärmepumpen beheizen, müssen mit erheblichen Mehrkosten rechnen, wenn die Stadtwerke ihre Stromtarife im Dezember erhöhen. „450 Euro im Jahr werde ich wohl zusätzlich bezahlen müssen“, hat HAZ-Leser Hans-Jürgen Muthwill aus Wettbergen ausgerechnet.

24.11.2011

Die Region Hannover verabschiedet sich aus dem sozialen Internet-Netzwerk Facebook – zumindest vorerst. Der Grund seien rechtliche Bedenken, die zuletzt mehrere Landesbeauftragte für Datenschutz geäußert hätten, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

24.11.2011

Lebensmittelkontrolleure haben in Geschäften in der Region Hannover rund 400 Flaschen Wodka sichergestellt, der mit Methanol verunreinigt gewesen ist. Methanolvergiftungen können zu schweren Gesundheitsschäden wie Erblindung führen und sogar tödlich enden.

24.11.2011