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Aus der Stadt Enercity will nur noch Enercity heißen
Hannover Aus der Stadt Enercity will nur noch Enercity heißen
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00:15 13.11.2017
Von Bernd Haase
Enercity-Chefin Susanna Zapreva präsentiert den neuen Mitarbeiter für den Kundenservice.
Enercity-Chefin Susanna Zapreva präsentiert den neuen Mitarbeiter für den Kundenservice. Quelle: Haase
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Hannover

Die Marke Enercity gibt es seit 20 Jahren. Das Unternehmen benutzt sie für Werbung und Marketing. "Die Energiemarke ist mittlerweile bekannter als die Bezeichnung Stadtwerke", erklärt Personalvorstand Kai-Uwe Weitz. Der Rechtsname des Versorgers lautet aber seit mehr als 100 Jahren Stadtwerke. Zum 1. März kommenden Jahres wird diese Tradition endgültig beendet, wie die Hauptversammlung beschlossen hat.

Zapreva kündigt außerdem an, dass alle Privat- und Gewerbekunden des Unternehmens von Jahresbeginn 2018 an ausschließlich Ökostrom bekommen sollen - egal, welchen Tarif sie abgeschlossen haben. Möglich wird das, weil die Stadtwerke einerseits den Kohlemeiler Mehrum verkauft und andererseits weiter in Windenergieprojekte investiert haben. "Insgesamt werden wir bald 40 Prozent erneuerbare Energien im Portfolio haben", bilanziert die Vorstandsvorsitzende. Das reicht aber noch nicht, um große Industriekunden wie VW oder die Conti mit grünem Strom zu versorgen. Andererseits wollen die Stadtwerke ebenfalls zum 1. Januar ein klimaneutrales Gasprodukt anbieten.

Teil der unter dem Namen Enercity 4.0 laufenden strategischen Neuausrichtung ist die Devise, dass man kundenorientierter, innovativer, erneuerbarer und irgendwie auch cooler werden will. Für letzteres steht der humanoide Roboter Pepper, der schon Auftritte auf der Hannover Messe hatte und jetzt in den Dienst des Versorgers eingetreten ist. Pepper soll im Kundencenter in der Ständehausstraße am Empfang helfen, Orientierung bieten und Serviceangebote erläutern. Auf Wunsch kann er auch Tanzen. Allerdings muss Pepper wie jeder neue Mitarbeiter noch eingearbeitet werden. Auf die Frage "kannst Du mir Enercity erklären?" blieb er bei der ersten öffentlichen Vorführung jedenfalls stumm. Immerhin: Mit den Schultern gezuckt hat er nicht.

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