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Aus der Stadt Absprachen mit Baudezernat oft „schwierig“
Hannover Aus der Stadt Absprachen mit Baudezernat oft „schwierig“
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19:47 05.11.2014
Foto: Baudezernent Uwe Bodemann muss sich Kritik von der Bauwirtschaft gefallen lassen.
Baudezernent Uwe Bodemann muss sich Kritik von der Bauwirtschaft gefallen lassen. Quelle: Archiv
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Hannover

„Als Architekt habe ich erlebt, dass Vorhaben mit Sachbearbeitern gründlich durchgesprochen wurden, später die Baugenehmigung dennoch verweigert wurde“, berichtet Jörg Berens vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen-Bremen (vdw). Die Wohnungsgenossenschaften, die unter anderem im vdw organisiert sind, hätten sich lange geärgert, dass sie bei der Bebauung des Klagesmarktes nicht zum Zuge gekommen seien. „Nach einem klärenden Gespräch mit Baudezernent Uwe Bodemann hat sich das Verhältnis gebessert“, sagt Berens. CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk ist erschrocken über das „schlechte Klima“ zwischen Bauwirtschaft und Stadt.

Dagegen erkennt Baurat Bodemann „ein großes Einverständnis zur baulichen Entwicklung der Stadt“. Viel sei erreicht worden in den vergangenen Jahren, etwa die Wiederaufnahme des Wohnungsbaus. „Die Bauverwaltung ist an einem kooperativen Miteinander interessiert“, sagt Bodemann. Allerdings sei er sich bewusst, dass die rechtlich vorgegebenen Standards nicht immer leicht zu vermitteln seien.

In der HAZ hatte sich das Immobilienunternehmen Areo über Verzögerungen beim Wohnungsbau in der Langen Laube beschwert und die Bauverwaltung kritisiert. Veraltete Durchführungspläne für den Citybereich sollten überarbeitet werden, lautete eine Forderung.

Die Kritik teilen auch andere hannoversche Investoren, wollen aber nicht namentlich genannt werden. „Wir haben Sorge, dass uns noch mehr Steine in den Weg gelegt werden“, meint ein Projektentwickler.

Kein Grund zur Klage sieht die Architektenkammer Niedersachsen. „Wenn die Stadt hohe Auflagen macht, dann sollte man davon ausgehen, dass es nicht um Willkür geht, sondern darum, Bauwerke hoher Qualität zu fördern“, sagt Kammerpräsident Wolfgang Schneider. Dennoch sei es eine Gratwanderung, bei der ausgelotet werden muss, was aus Sicht der Stadt wünschenswert und für Bauherrn und Architekten noch zumutbar ist.     

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