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Aus der Stadt Änderungen bei Plänen für Klagesmarkt in Hannover
Hannover Aus der Stadt Änderungen bei Plänen für Klagesmarkt in Hannover
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22:53 15.05.2011
Von Conrad von Meding
Am Montag wird es voraussichtlich den großen Kompromiss zur Planung am Klagesmarkt geben.
Am Montag wird es voraussichtlich den großen Kompromiss zur Planung am Klagesmarkt geben. Quelle: Michael Thomas
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Dafür hatte es von der Politik zwar viel Lob gegeben, in den Details aber hatte es Kritik gehagelt. Dem Vernehmen nach wird es am Montagabend im Bezirksrat mehrere Änderungsanträge geben.

Größter Konfliktpunkt war, wie berichtet, der geplante Radboulevard aus der Nordstadt, der nahe der Nikolaikapelle auf dem neuen Platz an der Goseriede unvermittelt enden sollte. Politiker aller Fraktionen warnten vor erheblichen Problemen vor allem mit Fußgängern. Die Verwaltung hat nun vorgeschlagen, mithilfe sogenannter Kölner Teller, buckeliger Erhebungen auf dem Platz, die Radfahrer zu leiten. Die FDP hingegen wird heute Abend vorschlagen, den Radweg mithilfe von Pixelungen auf dem Platz zu markieren. Die SPD-Fraktion wird dem Vernehmen nach eine ganz andere Radwegführung vorschlagen: Die Radler könnten rechts an der Kapelle vorbeigeführt werden und so die Fußgänger am wenigsten stören.

Für Unsinn halten weite Teile der Politik, dass die Stadt den Fahrradüberweg von Conrad-Elektronik Richtung Steintor entfallen lassen wollte – dort ließ sich die komplette Kreuzung innerhalb von nur einer Ampelphase überqueren. Umstritten war bis Sonntag auch, ob die Mehrheit einen Zweirichtungsradweg vor Anzeiger Hochhaus und Kestnergesellschaft zwischen Steintor und Klagesmarkt will oder ob es auf der Straße Radfahrerspuren geben soll – derzeit sieht alles nach eine Radweglösung aus. Auch für das Problem, dass möglicherweise Radfahrer in Mengen durch den Friedhofspark an der Kapelle fahren könnten, um ihren Weg Richtung Ernst-August-Galerie abzukürzen, scheint eine Lösung gefunden: In der SPD plädiert man für ein Drängelgitter an der Ausfahrt des Parks zur Brüderstraße.

An der geplanten Ausfahrt der Stiftstraße zur Goseriede wollen die Kommunalpolitiker voraussichtlich elektronisch versenkbare Poller vorschlagen. Ziel ist, dass die Übertragungswagen aus dem Medienzentrum nicht mehr den Weg über die verkehrsberuhigte Lange Laube nehmen müssen, dass aber zugleich normale Autofahrer diese Strecke nicht als Schleichweg ins Viertel nutzen können.

Bis 2013 sollen die Umbauten abgeschlossen sein. Die Stadt will einen ersten Beitrag zur Aufwertung des gesamten Areals zwischen Steintor und Klagesmarkt leisten und hat dafür Geld, das eigentlich fürs Ihme-Zentrum vorgesehen war, für Projekte in der Innenstadt reserviert.

Vivien-Marie Drews 15.05.2011
Stefanie Kaune 15.05.2011