Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt AfD auch in Hannover im Aufwind
Hannover Aus der Stadt AfD auch in Hannover im Aufwind
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 04.09.2014
Von Andreas Schinkel
Zur Europawahl hatte die AfD in Hannover bereits 5,8 Prozent der Stimmen für sich beanspruchen können. Quelle: Kahnert
Hannover

„Der Einzug der AfD ins Landesparlament von Sachsen wird weitere Ausstrahlungskraft entwickeln“, sagt Andreas Koch, Vorsitzender der AfD Region Hannover.

Er rechnet zudem mit einem neuen Mitgliederschub kurz vor den Kommunalwahlen 2016. Dann werde die AfD eigene Kandidaten ins Rennen um die Sitze im hannoverschen Rat, in der Regionsversammlung und in den Räten der Umlandkommunen schicken. Ende September will man zu einem Parteitag einladen, um die Themen für die Kommunalwahl zu diskutieren. „Wir haben Schnittmengen mit Grünen, Linken, CDU und SPD“, sagt Koch.

Manchen gilt die AfD bereits als Nachfolgerin für die angeschlagene FDP, die in Sachsen aus dem Landtag flog. Auch in Hannover mussten die Liberalen bei den letzten Kommunalwahlen 2011 herbe Verluste hinnehmen. Ihre Fraktion im Rat wurde halbiert. Bei der Anzahl der Parteimitglieder zeigt die Tendenz jetzt ebenfalls leicht nach unten. Zählte der Stadtverband zu Jahresbeginn noch 435 Parteigänger, sind es jetzt 426. Wegzüge und Todesfälle seien der Grund für den Schwund, sagt FDP-Stadtchef Patrick Döring. Zusammen mit den Parteifreunden in den Umlandkommunen zähle die Regions-FDP aber seit Jahren knapp 900 Mitglieder.

Eine direkte Konkurrenz zwischen FDP und AfD sieht Döring indes nicht. „Die AfD ist zwar ein harter Wettbewerber, aber die Schnittmengen sind sehr gering“, sagt der Chef der hannoverschen Liberalen. Denn die AfD sei nichts anderes als eine „bürgerliche Protestpartei am rechten Rand des politischen Spektrums“. Sie sei folglich eher eine Konkurrenz für die rechtspopulistischen „Hannoveraner“ denn für die Liberalen. „Unsere Zielgruppe sind diejenigen, die von der Sozialdemokratisierung der CDU enttäuscht, aber liberal und leistungsorientiert sind“, sagt Döring.

Den Vorwurf, am ganz rechten Rand auf Stimmenfang zu gehen, mag AfD-Regionschef Koch nicht mehr hören. Allerdings räumt er ein, dass ihm die politischen Aussagen mancher Parteigenossen die Schamesröte ins Gesicht treiben. Etwa, wenn die sächsische Spitzenkandidatin fordert, jede deutsche Familie müsse drei Kinder haben. „Hier in Hannover geht es ruhiger zu. Wir haben hier eine vernünftige Klientel“, sagt Koch.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aus der Stadt Zentraler Omnibusbahnhof - Das ist Hannovers neuer ZOB

Hannovers Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) im Herzen der Innenstadt ist am Montag eröffnet worden. Gleich in den frühen Morgenstunden des lange erwarteten Eröffnungstages herrschte reges Treiben an dem auffälligen Bauwerk hinterm Hauptbahnhof.

Bernd Haase 04.09.2014
Aus der Stadt Werben um Freiwillige - Klicken wie die Feuerwehr

Für die Suche nach Mitgliedern und Freiwilligen ist das Projekt „Ja zur Feuerwehr“ nun auch bei Facebook vertreten. Im Jahr 2009 hatte das Innenministerium die Imagekampagne gestartet, um Nachwuchs für die Freiwilligen Helfer in ganz Niedersachsen zu gewinnen.

04.09.2014

Ein vergessener Schatz: Die Neustädter Kirche zeigt zu den Leibniz-Festtagen eine monumentale Stickarbeit von Hannovers großer Herzogin.

Simon Benne 04.09.2014