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Aus der Stadt Agritechnica bringt Verkehrsplaner in Not
Hannover Aus der Stadt Agritechnica bringt Verkehrsplaner in Not
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21:39 16.11.2011
Von Tobias Morchner
R-Maßnahme auf dem Messeschnellweg. Durch die Besucher der Agritechnica kommt es zu langen Staus. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Wir stoßen inzwischen an die Grenzen unserer Leistungskapazität“, erklärte Ulrich Opel von der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen. Am Mittwoch machten sich 22.112 Fahrzeuge und 500 Busse auf den Weg zum Messegelände - das sind 5000 mehr als am gleichen Tag des Vorjahres.

„Das ist ein exorbitanter Wert, der an die Spitzenzeiten der CeBit heranreicht“, teilte der Verkehrsexperte mit. Das besondere Problem bei der Agritechnica sei, so Opel weiter, dass die Besucher nahezu „alle auf einen Schlag anreisen und am Abend alle zeitgleich die Rückreise antreten“. Am Mittwochvormittag trafen diese Massen mit den Berufspendlern zusammen, sodass sich der Verkehr trotz eingeleiteter Maßnahme A sowohl auf der Autobahn 2 als auch auf dem Messeschnellweg über mehrere Kilometer hinweg staute.

Am Abend versuchten die Verkehrsplaner die Lage auf dem Schnellweg ein wenig zu entschärfen: Um die Abreise der Messebesucher so lange wie möglich nach hinten hinauszuschieben, wurde die Maßnahme R nicht wie bisher bereits um 17.15 Uhr, sondern erst um kurz vor 18.30 Uhr geschaltet. Die Berufspendler hatten also einen gewissen Vorsprung vor den Messegästen. Dennoch kam es auch bei der Rückreise zu Behinderungen.

Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), die die Agritechnica organisiert, denkt inzwischen über weitere Maßnahmen nach, um den An- und Abreiseverkehr besser in den Griff zu bekommen. So steht für die nächste Landtechnikmesse die Einführung eines Kombitickets für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zur Debatte. „Das wäre vielleicht für einige Besucher eine echte Alternative“, teilte Agritechnica-Sprecher Friedrich Rach mit. Alle Schritte, die zu einer Entspannung der Verkehrslage beitragen, würden ernsthaft diskutiert und geprüft, so Rach weiter.

Auch Verkehrslenker Ulrich Opel bewertet die Überlegung, Kombitickets für Besucher der Landtechnikmesse einzuführen, positiv. „Wir werden uns mit allen Beteiligten gleich nach dem Ende der Messe an einen Tisch setzten“, kündigte er an.

Im kommenden Jahr müssen die Berufspendler im November jedoch noch aus einem anderen Grund keine Angst vor kilometerlangen Staus auf dem Messeschnellweg haben: Die nächste Agritechnica findet nämlich erst wieder im Jahr 2013 auf dem Messegelände statt.

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