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Aus der Stadt Agritechnica bringt volle Betten und Tische
Hannover Aus der Stadt Agritechnica bringt volle Betten und Tische
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09:00 14.11.2011
Von Stefanie Kaune
Die Veranstalter von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) erwarteten dieses Jahr einen Anstieg um 17 Prozent auf 2700 Aussteller, Quelle: dpa
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Hannover

Durch die sogenannten Exklusivtage für Händler und Medienvertreter, die bereits am Sonntag und Montag auf dem Messegelände angeboten werden, sind die Hotels in der Region sogar schon vor dem eigentlichen Beginn der alle zwei Jahre stattfindenden Messe ausgebucht.

„Von Sonntag bis zur Nacht auf Donnerstag ist alles dicht“, sagt Benjamin Wirtz, Leiter der Zimmervermittlung der Marketing- und Tourismusgesellschaft (HMTG). Das gelte sogar über die Region hinaus in einem Umkreis von 40 bis 50 Kilometern. Doch selbst in weiter entfernten Städten wie Braunschweig und Göttingen seien die Hotels in den ersten Messetagen komplett belegt. Entspannen werde sich die Lage erst wieder in der zweiten Wochenhälfte.

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Die Nachfrage bei den Übernachtungsgelegenheiten spiegele die Entwicklung der Messe für die Landwirtschaftstechnik wider, sagt Wirtz: Die Veranstalter von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) erwarteten dieses Jahr einen Anstieg um 17 Prozent auf 2700 Aussteller, mit 350 000 Besuchern wird gerechnet. Die Durchschnittspreise für ein Hotelzimmer erreichen nach Angaben von Wirtz mit 180 bis 200 Euro mittlerweile das Niveau der CeBIT.

Während die Hoteliers von einem größeren Radius sprechen, freut sich die Bewirtungsbranche über mehr gebuchte Messefeiern und Gruppenreservierungen. „Das Geschäft läuft noch besser als vor zwei Jahren“, sagt Andreas Hüttmann, Chef des Caterers „Der Partylöwe“. Auf dem Gelände selbst sei zwar weniger zu tun, dafür seien mehr Termine in den von seinem Unternehmen betriebenen Veranstaltungsorten Expo-Wal und Groß-Buchholzer Bauernhof gebucht. „Wir gehen von Umsatzzuwächsen in Höhe von 25 Prozent aus.“ Auch Kollege Stephan Hagedorn vom Partyservice Hagedorn freut sich über steigenden Umsatz: 15 Prozent mehr als bei der Agritechnica 2009 seien zu verbuchen. „Es sind einfach mehr Abendveranstaltungen und somit mehr Gäste zu bewirten.“ Selbst kleine Firmen, die noch relativ neu am Markt sind, spüren die Nachfrage. „Wir erleben unser erstes richtiges Messegeschäft“, meint Andreas Heine von Heine Catering in Waldhausen.

Ein volles Haus von Sonntag bis Donnerstag vermeldet Sükrü Bingöl, Chef des „Paulaner am Thielenplatz“. Phillipp Aulich, der zusammen mit Bruder Hannes das Brauhaus Ernst August führt, äußert sich nahezu euphorisch: „Die Agritechnica ist für uns zur wichtigsten Messe noch deutlich vor der CeBIT geworden.“ In der Landwirtschaftsbranche sei offenkundig „das Geld zum Feiern noch da“. Davon profitiert dieses Jahr auch erstmals die TUI Arena: Die „Young Farmers Disko“, eine Party für 3500 Landwirte der Evangelischen Landjugend, ist vom Deutschen Pavillon in die Arena umgezogen.

Auch der Einzelhandel hofft, ein Stück vom Messekuchen abzubekommen. „Viele Agritechnica-Besucher sind kein typisches Businesspublikum und werden sich bestimmt Zeit dafür nehmen, Hannovers Innenstadt anzugucken“, meint Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft.

Vom kommenden Montag, 14. November, bis Sonntag, 19. November, greift auf dem Messeschnellweg die von anderen Messen bekannte Einbahstraßenregelung. Dann ist der Schnellweg von 7.15 Uhr an ab Weidetor Einbahnstraße in Richtung Messe und ab 17.15 Uhr in umgekehrter Richtung.

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