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Aus der Stadt Schule wird saniert und dann abgerissen
Hannover Aus der Stadt Schule wird saniert und dann abgerissen
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00:15 09.04.2014
Von Andreas Schinkel
Übergangslösung: Die Albrecht-Dürer-Förderschule. Quelle: von Ditfurth
Hannover

Die steigende Zahl von Schülern zwingt die Stadt Hannover zu erstaunlichen Maßnahmen. Nach Informationen der HAZ will die Stadt 1,2 Millionen Euro investieren, um die marode Albrecht-Dürer-Förderschule notdürftig zu sanieren. Aber schon jetzt ist klar, dass das gesamte Schulgebäude nach drei Jahren abgerissen wird und einem Neubau Platz macht. In das Haus am Welfenplatz sollen nach den Sommerferien, wenn sich der letzte Jahrgang Förderschüler verabschiedet hat, mehrere Grundschulklassen einziehen.

„Es ist die wirtschaftlichste Variante“

Ratspolitikern wurden die Pläne kürzlich in einer vertraulichen Sitzung im Rathaus vorgestellt. Im Grunde sei das Vorhaben „ein Wahnsinn“ und den Bürgern „nur schwer vermittelbar“, hieß es zunächst aus den Parteien. „Aber das ist nach unseren Berechnungen die wirtschaftlichste Variante“, betont Stadtkämmerer Marc Hansmann (SPD), auf Nachfrage der HAZ.

Tatsächlich sind die Kapazitäten in den hannoverschen Grundschulen erschöpft. Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl der Schüler von rund 16.200 im vergangenen Jahr auf fast 18 000 im Schuljahr 2015/16 klettert. Zwar baut die Stadt jetzt neue Grundschulen, etwa im Bezirk Buchholz-Kleefeld, am Kronsberg und an der Südstädter Birkenstraße. Doch Neubauprojekte brauchen Zeit, und die läuft der Stadt davon. Insbesondere im dicht besiedelten und kinderreichen Stadtbezirk Vahrenwald-List wird der Druck immer größer, obwohl es dort bereits fünf Grundschulen gibt. Daher kann die Stadt nicht warten, bis die marode Albrecht-Dürer-Schule abgerissen und eine neue Grundschule entstanden ist.

Nach Informationen der HAZ hat die Stadt mehrere Lösungen durchgerechnet. Zunächst wurde überlegt, die Albrecht-Dürer-Schule am Welfenplatz nicht nur notdürftig herzurichten, sondern komplett zu sanieren. Es stellte sich aber heraus, dass die Substanz des Gebäudes aus den sechziger Jahren derart schlecht ist, dass eine Modernisierung mehr Geld verschlungen hätte als Abriss und Neubau. Letzterer wird die Stadt einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Eine andere Variante wäre, Container anzuschaffen, die auf dem Schulgelände aufgestellt werden, statt Geld in ein Gebäude zu stecken, das später abgerissen wird. Da die Preise für mobile Unterrichtsräume aber enorm gestiegen sind, kämen die Kosten denen gleich, die eine provisorische Sanierung des alten Schulgebäudes verursacht. „Und letztlich ist es für die Schüler angenehmer, ein festes Dach über dem Kopf zu haben“, sagt CDU-Ratsherr Lars Pohl.

Unterbringung, Abriss und Neubau laufen parallel

Besonders angenehm dürfte die Zeit für die Schüler aber nicht werden, denn Unterbringung, Abriss und Neubau laufen parallel. Der Plan der Stadt sieht vor, dass die Förderschule in den kommenden Sommerferien auf Vordermann gebracht wird. Danach sollen die Grundschüler in den Haupttrakt des Gebäudes einziehen, voraussichtlich müssen sie aber auch mit dem einen oder anderen Container vorlieb nehmen. Innerhalb der nächsten Jahre werden zunächst die Nebengebäude abgerissen, auf denen dann die ersten Trakte der neuen Schule entstehen. Am Schluss muss das Hauptgebäude der Albrecht-Dürer-Schule weichen. „Sinnvoll wäre es, wenn im neuen Schulgebäude eine Kita untergebracht wird“, meint Grünen-Ratsherr Mark Bindert. Schließlich steige auch der Bedarf an Kita-Plätzen in Hannover und besonders im Stadtbezirk Vahrenwald-List.

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