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Aus der Stadt Alles nur von Ossy geklaut?
Hannover Aus der Stadt Alles nur von Ossy geklaut?
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21:16 17.04.2015
Von Rüdiger Meise
„I’m Yours“ habe exakt die gleichen Harmonien wie sein Lied „All I Can Do“ sagt Ossy Pfeiffer. Quelle: Martin Huch
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Hannover

Wenn die österreichische Band The Makemakers beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) ihre Ballade „I’m Yours“ singt, dann werden einige in Hannover ganz genau hinhören.

Denn der hannoversche Musiker und 96-Stadionsänger Oswald „Ossy“ Pfeiffer wirft der Band vor, bei ihm abgekupfert zu haben. „I’m Yours“ habe exakt die gleichen Harmonien wie sein Lied „All I Can Do“ seiner Band Ossy. Auch die Melodieführung sei „weitgehend übernommen“, sagt Pfeiffer. Jetzt hat er einen offenen Brief an The Makemakers geschrieben.

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In freundschaftlichem Ton bekräftigt Ossy Pfeiffer den Plagiatsvorwurf - ohne der österreichischen Band direkt juristische Schritte anzudrohen. „Wir wünschen euch und Österreich ganz ehrlich den Sieg beim ESC, und wir könnten so unseren gemeinsamen Erfolg auch gemeinsam feiern“, schlägt er vor. Allerdings lesen die Österreicher dort auch, dass „alles Weitere diskutiert werden muss, vielleicht unter Beteiligung von Fachleuten“. Auf keinen Fall will er der Band und dem ESC schaden, sagt er. Man könnte aber aus dem Brief herauslesen, dass er ein Stück vom Kuchen abhaben möchte, wenn die Österreicher mit „I’m Yours“ Erfolg haben sollten.

Besonders pikant: Ossy und Band haben sich im vergangenen Jahr mit einem Videoclip des Titels „All I Can Do“ beim ESC beworben. „Aus Spaß“, wie er schreibt. „Ich, Ossy, saß am Flügel, und spielte und sang, was du, lieber Dominic Muhrer, zum großen Teil jetzt singst.“ Zudem ähnele die Performance des Stücks der Österreicher sehr der seiner Band: „Da sitzt ein Langhaariger am Klavier und singt diese Ballade.“

Makemakers-Sänger Dominic Muhrer hat in Interviews zugegeben, dass „Melodie und Akkordfolge schon verdammt ähnlich klingen“ - gibt aber zu bedenken, dass es sich dabei um eine „Allerweltsmelodie“ handelt, die schon Paul McCartney, Whitney Houston, Katy Perry oder Coldplay benutzt hätten.

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