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Aus der Stadt Als Steven Cherundolo auf Barack Obama traf
Hannover Aus der Stadt Als Steven Cherundolo auf Barack Obama traf
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11:35 20.04.2016
Von Uwe Kranz
Ex-96-Kapitän Steven Cherundolo. Quelle: Ralf Decker
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Herr Cherundolo, Sie sind vermutlich der einzige Hannoveraner, der Barack Obama die Hand geschüttelt hat ...
Och, das weiß ich nicht!

… 2010 vor und nach der WM mit der Fußball-Nationalmannschaft der USA im Weißen Haus. Wie ist das so, mit dem mächtigsten Mann der Welt in einem Raum zu sein?
Es ist natürlich einerseits vollkommen skurril. Auf der anderen Seite ist es ganz normal, denn er gibt einem schnell dieses Gefühl, ein normaler Mensch zu sein. Das ist eine große Stärke von ihm. Allerdings ist er vermutlich der Mensch, der am wenigsten schläft auf diesem Planeten.

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Bekommt man vorher viele Anweisungen, was man tun darf und was nicht, oder werden Sie da als Fußball-Nationalteam mehr oder weniger durchgewinkt?
Es war relativ entspannt. Ein paar Tage vorher hatten wir eine Sicherheitskontrolle, wir mussten die richtigen Dokumente präsentieren und einige Fragen beantworten. Vor Ort war es dann aber relativ einfach. Fotos durften wir nicht machen, aber ansonsten konnte da nicht viel schiefgehen. Das Weiße Haus ist relativ klein, die Räume auch. Es ist da alles so sauber, man traut sich gar nicht, irgendetwas anzufassen.

Gab es bestimmte Fragen, die Sie nicht stellen durften?
Nein, wir konnten frei reden und alles fragen, es gab keine Tabuthemen. Aber ich nehme an, dass der Präsident auch bei unangenehmen Fragen die richtige Antwort gefunden hätte.

Und das Thema Fußball - ist er auf dem Stand?
Auf jeden Fall! Das war natürlich nach der WM, und die schlägt natürlich hohe Wellen. Obama ist informiert, er hat die Spiele gern gesehen, zumindest hat er das gesagt. Und er ist von seinem Stab sicher auch ordentlich gebrieft worden.

Haben Sie sich Fragen überlegt?
Nein, es ging einfach darum, ihn kennenzulernen und vielleicht ein bisschen zu plaudern. Über Fußball, oder wie in meinem Fall über Basketball.

Steht man in so einer Situation neben sich oder bekommt man alles mit?
Ich habe es tatsächlich alles so wahrgenommen, wie es auch passiert ist, und ich habe es genossen. Mir ging durch den Kopf, dass ich wirklich glücklich bin, so einen Moment erleben zu dürfen. Ich glaube, die Amerikaner gehen mit solchen Situationen relativ locker um.

Lockerer als die Deutschen?
Denke ich schon. Ich kann es aber nicht so richtig vergleichen, weil ich die Bundeskanzlerin noch nicht kennengelernt habe. Aber zum Beispiel Herr Schostok, unser Oberbürgermeister, das ist ein sehr angenehmer Mensch, der macht das prima. Ein ganz normaler Hannoveraner wie ich.

Ist der Besuch von Barack Obama in Hannover jetzt etwas Besonderes für Sie?
Das ist in der Tat etwas Besonderes. Das passiert ja nicht alle Tage. Er war ja auch noch nie da - und es wird das letzte Mal sein, dass er kommt.

Zumindest als Präsident, weil seine Amtszeit im Herbst ausläuft.
Ja, ich hoffe natürlich, dass er in einer anderen Funktion irgendwann mal wieder nach Hannover kommt. Das werden wir sehen.

Was machen Sie während des Besuches?
Ich muss arbeiten. Ich bin gar nicht in Hannover.

Finden Sie die strikten Einschränkungen für die Menschen in den hannoverschen Sperrzonen während des Obama-Besuches gerechtfertigt?
Absolut. Bei öffentlichen Auftritten solcher Menschen darf einfach nichts passieren.

Interview: Uwe Janssen

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