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Aus der Stadt Altkanzler Schröder diskutiert mit Yasmin Fahimi
Hannover Aus der Stadt Altkanzler Schröder diskutiert mit Yasmin Fahimi
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02:15 03.09.2017
Von Michael B. Berger
Quelle: dpa
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Hannover

Natürlich sprach Gerhard Schröder auch über den russisch-britischen Konzern Rosneft und seinen bevorstehenden Job im Aufsichtsrat - aber nur kurz. Vor 150 Gästen, die zum Gespräch des Altkanzlers mit der SPD-Bundestagskandidatin Yasmin Fahimi ins Neue Rathaus gekommen waren, übte Schröder fein dosiert Kritik am SPD-Wahlkampf und wünschte seiner Partei mehr Mut in öffentlichen Kontroversen.

Altkanzler Gerhard Schröder und Yasmin Fahimi diskutieren im Gartensaal im Rathaus.

Auch erstaune ihn, dass im Wahlkampf gar nicht über die Versäumnisse der Bundesregierung bei der Integration geredet werde. Dabei sei sie eine Zukunftsfrage Deutschlands - und auch der Bildungspartei SPD. Als Fahimi meinte, man habe es über Jahre „verpennt“, ein vernünftiges Einwanderungsgesetz zu schaffen, wurde Schröder wach: „Nicht wir, sondern die anderen“, sagte er und berichtete über jahrelange Auseinandersetzungen mit der CDU. Scharfe Kritik übte Schröder an der deutschen Finanzpolitik, die mit ihren paternalistischen Vorgaben Länder wie Griechenland in die Bredouille gebracht habe. "Was den Griechen an Sparprogrammen aufgedrückt wurde, das hätte hier keine Regierung ausgehalten, auch die meine nicht." 

Das Publikum hörte andächtig zu - und applaudierte.

mbb

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