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Aus der Stadt Altpapiersäcke sollen künftig 5 Cent pro Stück kosten
Hannover Aus der Stadt Altpapiersäcke sollen künftig 5 Cent pro Stück kosten
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00:19 20.10.2017
Von Mathias Klein
Schluss mit kostenlosen Altpapiersäcken? Derzeit gibt es die blauen Beutel gebührenfrei in vielen Supermärkten an der Kasse. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Auf die Bürger in der Region kommen beim Müll möglicherweise Gebührenerhöhungen zu. Der Abfallwirtschaftsbetrieb plant, 2018 erstmals einen Kredit in Höhe von mehr als 21 Millionen Euro aufzunehmen. Das wolle Aha künftig häufiger machen, um Investitionen zu finanzieren, sagt Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. Im kommenden Jahr sind unter anderem 9,3 Millionen Euro für neue Fahrzeuge und 1,2 Millionen Euro für die Erneuerung des maroden Büro- und Sozialgebäudes an der Karl-Wiechert-Allee vorgesehen. Nötige Erneuerungsarbeiten auf der Deponie in Lahe kosten rund 2,3 Millionen Euro. Eine „wesentliche Gebührenerhöhung“ werde es wegen der Kredite allerdings nicht geben.

Darüber hinaus plant Aha eine weitere Neuerung: Die bisher kostenlosen blauen Säcke für die Altpapierabfuhr kosten künftig Geld. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha plant eine Gebühr von 5 Cent pro 30-Liter-Sack. Die Säcke sollen in Rollen mit 20 Stück zum Preis von einem Euro verkauft werden. Das bestätigte Unternehmenssprecherin Helene Herich am Dienstag.

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Säcke werden häufig zweckentfremdet

Aha begründet die Pläne damit, dass die blauen Säcke vielfach für andere Zwecke genutzt würden. Nach Unternehmensangaben werden die Beutel häufig als Restabfallbehälter eingesetzt, zum Beispiel in Hotelzimmern, Tankstellen und Einzelhandelsgeschäften. Zudem würden die Beutel in vielen Privathaushalten in die Küchenabfallbehälter eingesetzt. Laut Aha wurden die Säcke auch schon als Abdeckfolie für Schuppendächer genutzt.

Der Zweckverband Region Hannover (aha) hält Hannover sauber. Das müssen Sie zu aha wissen.

Innerhalb weniger Jahre habe sich der Verbrauch in der Region von 20 auf 40 Millionen Altpapiersäcke pro Jahr fast verdoppelt, ohne dass mehr Altpapier eingesammelt wird. Die neue Gebühr würde demnach theoretisch Einnahmen in Höhe von rund zwei Millionen Euro bedeuten. Ungelegen dürfte das Thema Aha indes nicht kommen: Der Abfallbetrieb holt das Altpapier lieber in blauen Tonnen als in Säcken ab, weil das den Rücken der Mitarbeiter schont. In der Vergangenheit hatte sich Aha auch über den hohen Aufwand durch die Altpapiersäcke beklagt: Nach dem Abtransport müssen die Plastiksäcke von Hand aus dem Altpapierhaufen gepult werden. Folgerichtig empfiehlt Herich als Alternative zu den Säcken die Papiertonne, die kostenlos bei Aha bestellt werden kann. Das Altpapier kann auch auf die Wertstoffhöfe gebracht und im Umland auf den sogenannten Wertstoffinseln entsorgt werden.

Bereits in der kommenden Woche wollen Aha und die Regionsverwaltung das Thema im Abfallwirtschaftsausschuss beraten lassen. Möglich ist, dass die neue Gebühr schon zum Januar in Kraft tritt. Sprecherin Herich wollte mit Verweis auf die noch bevorstehenden politischen Beratungen dazu gestern aber keine Angaben machen.

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