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Aus der Stadt Am Pferdeturm entsteht ein neuer Bürokomplex
Hannover Aus der Stadt Am Pferdeturm entsteht ein neuer Bürokomplex
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00:33 07.08.2015
Von Andreas Schinkel
Mit der Ansicht der geplanten Komplxe warb die Stadt zuletzt um Investoren.
Mit der Ansicht der geplanten Komplxe warb die Stadt zuletzt um Investoren. Quelle: Stadt Hannover
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Hannover

Nach Informationen der HAZ will der Immobilienkonzern ECE die Häuser errichten. Das Unternehmen ist in Hannover durch den Bau der Ernst-August-Galerie neben dem Hauptbahnhof bekannt geworden. Am Pferdeturm entsteht aber keine neue Einkaufspassage, sondern ein Bürokomplex. ECE teilt auf Anfrage mit, dass man „seit Längerem mehrere Ansätze“ in Hannover verfolge, aber zu konkreten Grundstücken nichts sagen könne. Auch für das gegenüberliegende, freie Grundstück, auf dem sporadisch im großen Stil Blumen verkauft werden, gibt es einen Interessenten.

Büroturm mit 15 Geschossen

Offiziell teilt die Stadt auf Nachfrage der HAZ mit, dass es für beide Grundstücke „Bauvoranfragen von renommierten Investoren gibt, die überregional in ganz Deutschland tätig sind.“ Die Entwicklung beider Areale orientiere sich an den Ergebnissen eines Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2009. Die prämierten Entwürfe sehen Klinkerfassaden und mehrere Gebäuderiegel auf beiden Seiten der Hans-Böckler-Allee vor. Auf der nördlichen Fläche, auf dem der Geranienmarkt abgehalten wird, soll ein Büroturm mit 15 Geschossen entstehen. Während die Verträge für das AOK-Grundstück dem Vernehmen nach nahezu in trockenen Tüchern sind, muss über das nördliche Grundstück noch verhandelt werden. Dennoch deutet die Bauvoranfrage darauf hin, dass eine ernst zu nehmende Bauabsicht besteht.

2008 hatte sich die AOK von ihrem Standort am Pferdeturm verabschiedet und ihren Sitz in einen Neubau an der Hans-Böckler-Allee verlegt. Jahrelang stand das alte Bürohaus danach leer, weil der Eigentümer, die BauWo, keinen Nachnutzer fand. Das Gebäude verfiel zusehends. Scheiben wurden eingeworfen, Wände mit Graffiti beschmiert. Manchmal musste die Feuerwehr ausrücken, um Brandherde zu löschen. Ein „Schandfleck“ sei die Ruine, empörte sich die Ratspolitik. Ausgerechnet am östlichen Tor zur Stadt neben dem Schnellweg zeige sich Hannover von seiner hässlichen Seite. Vor zwei Jahren kam die Wende. Die Stadt kaufte das Grundstück und vereinbarte, dass die BauWo den verfallenen Komplex abreißt. Seit eineinhalb Jahren ist das Grundstück geräumt.

"Die Vorgaben sollen nicht zu strikt sein"

„Ich freue mich, wenn es an dieser Stelle zu einer Bebauung kommt“, sagt Bürgermeister Thomas Hermann (SPD), der sich in seiner Zeit als Baupolitiker viel mit dem Grundstück beschäftigt hat. Städtebaulich komme dem Standort eine besondere Bedeutung zu, denn beide Grundstücke markierten ein „Einfallstor zur Stadt“. Auch die CDU zeigt sich erfreut, dass es endlich vorangeht am Pferdeturm. „Die Vorgaben für die Investoren sollten aber nicht zu strikt sein“, rät Felix Blaschzyk (CDU). Bei geringfügigen Änderungswünschen müsse sich die Stadt gesprächsbereit zeigen. „Hannover stellt mit den neuen Bürobauten eine Visitenkarte für Besucher aus“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Denn jeder Messebesucher fahre an dem Areal vorbei. Zudem mache die geplante Klinkerfassade einen guten Eindruck.

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