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Aus der Stadt Landtag eröffnet erste eigene Krippe
Hannover Aus der Stadt Landtag eröffnet erste eigene Krippe
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00:15 11.11.2017
Landtagspräsident Bernd Busemann (links) und der Kirchenvorstandsvorsitzende der Marktkirchengemeinde Reinhard Scheibe zeigen die neue Kita "Landtags Lüttje". Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

"Landtags Lüttje" soll die neue Kindertagesstätte heißen, die der scheidende Landtagspräsident Bernd Busemann am Mittwochmorgen der Öffentlichkeit vorstellte. Im einstigen Café an der Marktkirche, das 2014 den Betrieb einstellte, sollen ab Februar 30 Kinder im Alter von einem bis drei Jahren betreut werden.

Ins ehemalige Café an der Marktkirche zieht Leben ein: Im Februar 2018 wird dort die erste Kindertagesstätte des Niedersächsischen Landtages eröffnet. 

"Das ist etwas ganz Besonderes, das kaum ein Landtag vorhalten kann", betonte Busemann. Die Idee sei bereits vor vier Jahren entstanden – gemeinsam mit den Planungen für den neuen Plenarsaal. Für 2 Millionen Euro wurden die 830 Quadratmer auf drei Etagen an der Straße Am Markte saniert und kinderfreudlich renoviert.

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Träger der Kindertagesstätte wird die benachbarte Marktkichengemeinde sein. "Ich bin Emsländer, ich frage immer erst beim direkten Nachbarn an", sagte Busemann am Mittwoch zur Wahl des Betreibers. Die Marktkirchengemeinde, die bereits einen Kindergarten an der Aegidienkirche betreibt, überlegte nicht lang: "Wir haben ja schon Erfahrung, und die Räume sind wunderschön geworden", sagte Reinhard Scheibe, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, bei der Vertragsunterzeichnung. Nun hoffe man, in Zeiten des Fachkräftemangels auch genügend Erzieher und Sozialassistenten für den Betrieb zu finden. "59 Betreuungsstunden gilt es noch personell abzudecken", sagte Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann.

20 der insgesamt 30 Krippenplätze werden für Kinder von Landtagsabgeordneten- und Mitarbeitern reserviert. "Werden sie nicht gebraucht, kann sie jeder haben", erklärte Busemann. Der Bedarf an Kitaplätzen werde demnächst im Landtag abgefragt. Zudem habe man sich drei Plätze in den Kindergartengruppen der Marktkirchengemeinde an der Aegidienkirche reserviert – um den Mitarbeitern auch ein Angebot für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren machen zu können.

Zentraler kann eine Kita wohl kaum liegen – vom Gruppenraum werden die Kleinen direkt auf die Marktkirche schauen. Einen Außenspielbereich finden sie bis dato allerdings nicht. Geplant ist dieser aber schon: "Der  Innenhof zwischen Landtag, Sozialministerium und Kita wird umzäunt, begrünt und mit Spielgeräten zum Austoben ausgestattet", verspricht Busemann und betont seinen Stolz darauf, dass die Vorstellung der ersten Landtagskita eine seiner letzten Amtshandlungen sei.

Von Carina Bahl