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Aus der Stadt Feuerwehr wird zu 175 Einsätzen gerufen
Hannover Aus der Stadt Feuerwehr wird zu 175 Einsätzen gerufen
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08:14 30.06.2017
Nach starken Regenfällen waren viele Straßen im Stadtgebiet und in der Region überflutet, wie hier in Langenhagen-Schulenburg. Quelle: Holger Hollemann/dpa
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Hannover

Heftiger Starkregen über weiten Teilen des hannoverschen Stadtgebiets hat am Donnerstag die Feuerwehr in Atem gehalten. In den Stunden ab 15.30 Uhr, während denen die Regenfront über der Landeshauptstadt hing, gingen rund 175 Notrufe bei der Leitstelle ein. „Menschen wurden dabei nicht verletzt, es entstand aber zum Teil erheblicher Sachschaden“, sagt Feuerwehrsprecher Benjamin Pawlak. Sämtliche 17 Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr sowie fünf Feuer- und Rettungswachen waren nach Angaben der Stadt in Bereitschaft.

Messeschnellweg überschwemmt

Auf dem Messeschnellweg stand zeitweise zwischen der Anschlussstelle Messe-Nord und dem Seelhorster Kreuz auf einer Spur das Wasser.

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Zahlreiche Keller liefen voll, unter anderem auf dem Gelände der Medizinischen Hochschule, der Zentralen Polizeidirektion an der Tannenbergallee, bei einem Tochterunternehmen von Continental an der Vahrenwalder Straße sowie im gesamten Stadtteil Vinnhorst und auf dem Betriebsgelände der Firma Benecke-Kaliko. Die Polizeidirektion Hannover warnte die Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Twitter vor überfluteten Straßen. Auch die Üstra war von dem Unwetter betroffen. Die Linie 6 fuhr am Nachmittag nur bis zur Haltestelle Krepenstraße. Ein Ersatzverkehr mit Bussen war nach Auskunft des Unternehmens nicht möglich.

Gegen 20.30 Uhr hatten die 348 Einsatzkräfte der Feuerwehr nahezu alle Einsätze abgefahren.

Vom Sommer ist in Hannover wieder nichts mehr zu spüren: Am Donnerstagnachmittag zog ein Starkregengebiet über die Stadt. Nur eine Woche zuvor hatte ein starkes Unwetter über der Stadt gewütet.

Wegen der starken Regenfälle am Donnerstagnachmittag mussten die Langenhagener Ortsfeuerwehren zu 30 mal Einsätzen ausrücken. Unter anderem standen Keller sowie Tiefgaragen unter Wasser, teilweise drückten die Wassermassen die Gullys aus den Straßen.

Eine Entspannung der Wetterlage ist bislang noch nicht in Sicht. Auch für die kommenden Tage warnt der Deutsche Wetterdienst vor Starkregen und Gewitter. Teilweise könnten in kurzer Zeit bis zu 25 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Zudem wird vor Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h gewarnt. In der Nacht zu Freitag lässt die Gewitteraktivität zunächst nach. Am Tag kann es aber wieder zu Dauerregen kommen. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Unwetterwarnung für Hannover allerdings aufgehoben.

Wetterlage über Nacht zum Freitag beruhigt

Nach dem heftigen Dauerregen vielerorts in Niedersachsen und Bremen hat sich das Wetter über Nacht beruhigt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr Hannover mitteilte, musste die Feuerwehr in der Nacht zum Freitag nur noch etwa zehn Mal ausrücken. Grund dafür waren vollgelaufene Keller.

Starkes Unwetter in der vergangenen Woche

Bereits in der vergangenen Woche war ein Unwetter über Hannover gezogen und hatte für Verwüstung und hohe Schäden gesorgt. Bäume waren umgestürzt und Keller vollgelaufen. Die Feuerwehr wurde zu mehr als 600 Einsätzen gerufen. Insgesamt waren rund 570 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz.

Wind und Regen haben am Abend des 22. Juni in Hannover für Überschwemmungen und zahlreiche Schäden gesorgt. Noch in der Nacht begann das große Aufräumen.

ton/tm/kad/dpa

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